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Fenichel, O. (1933). Róheim, Géza: Telepathy in a Dream. Psa. Quarterly I, 1932, pag. 277-291.. Imago, 19(4):564.

(1933). Imago, 19(4):564

Róheim, Géza: Telepathy in a Dream. Psa. Quarterly I, 1932, pag. 277-291.

Review by:
O. Fenichel

Einen Tag nachdem der Autor einer Vorlesung über Telepathie beigewohnt hatte und innerlich sehr mit diesbezüglichen Problemen beschäftigt gewesen war, träumte eine Patientin, sie hätte einen bestimmten Traum gehabt und käme dann in die Analysenstunde, wo der Analytiker ihr den gleichen Traum als seinen eigenen erzählte. Telepathie war also sowohl 1) der Inhalt des manifesten Traumes; denn wenn Analytiker und Patientin in der gleichen Nacht den gleichen Traum träumten, so wäre das ein telepathisches Phänomen. Telepathie schien aber 2) auch objektiv vorzuliegen, denn das Interesse des Analytikers für Telepathie wirkte offenbar in der Patientin als Tagrest für ihren Traum, obwohl ihr davon nichts mitgeteilt worden war. Die Analyse ergab, daß es sich um einen exquisiten Übertragungstraum handelte, der an ein Ereignis des Vortages anknüpfte. Die Patientin hatte bemerkt, wie der Analytiker nach ihrer Stunde zu seiner Frau gegangen war, was ihre aus dem Ödipuskomplex stammende infantile Eifersucht geweckt hatte. Das Zentrum dieses Ödipuskomplexes aber war eine Urszene, in der die Patientin sich mit beiden Eltern identifiziert hatte. Da auch aus dem übrigen Material dieses Falles klar wurde, daß der Umstand, daß sie sich magische Fähigkeiten verschiedener Art zutraute, in Urszenenreminiszenzen seinen Grund hatte, kann Róheim es wahrscheinlich machen, daß das Urbild des Gefühls des telepathischen Einsseins mit einem Objekt das Verhältnis des beobachtenden Kindes zu den Eltern während der Urszene ist. Wie das Kind mit den Eltern mitfühle, so fühle der telepathisch Infizierte mit dem Infizierenden mit.

Daß alle diese analytischen Überlegungen nur erklären können, warum die Patientin von Telepathie träumte, nicht aber, wieso objektiv Telepathie eintrat (wenn das überhaupt der Fall war), bemerkt Róheim selbst. Es bleibt unklar, warum ihm die mitgeteilte Beobachtung dennoch für die Psychologie der Telepathie wesentlich erscheint.

O.

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