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Katan, M. (1936). WIERSMA, D.: Toepassingen der Zielkunde. Leiden, Leidsche Uitgeverymij., 1933. 95 Seiten.. Imago, 22(4):510.

(1936). Imago, 22(4):510

WIERSMA, D.: Toepassingen der Zielkunde. Leiden, Leidsche Uitgeverymij., 1933. 95 Seiten.

Review by:
M. Katan

Von diesem vier Vorlesungen umfassenden Büchlein geht uns am ehesten die dritte an, die die Psychoanalyse behandelt. An Hand des anal-erotischen Charakters, zu welchem der Autor Geiz, pedantisches Benehmen, Mißtrauen und Angstlichkeit rechnet, wird versucht, in wenigen Seiten eine Einführung in die Psychoanalyse zu geben.

Der Analcharakter verdankt seine Auswahl dem glücklichen Umstand, daß Porf. E. Wiersma im Jahre 1923 eine Enquěte abgehalten hatte, in der verschiedene Eigenschaften korreliert wurden. Die Statistik will so die Zugehörigkeit der verschiedenen Züge des Charakters prüfen. Die Enquěte hat ergeben, daß Obstipierte im allgemeinen weniger geizig sind als der Durchschnitt der Menschen.

W. zieht nicht in Erwägung, daß sich die Obstipation schon längst ganz ins Psychische verschoben haben kann; daß auch der Geiz abgewehrt sein kann, so daß er vielleicht nur unter bestimmten Umständen oder in der Analyse wieder klar hervortritt.

Andererseits ist die Beantwortung einer Fragenliste von den jeweiligen Widerständen abhängig und die Menschen sind über sich selbst so ungenau unterrichtet, daß eine Enquěte nicht zur Prüfung der analytischen Methodik zu verwenden ist.

In diesem Kapitel ist auch Jung genannt, der Autor meint, daß Jung die Analyse besser erfaßt habe als Freud.

M.

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