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Jones, E. (1914). II.: Die Stellungnahme des psychoanalytischen Arztes zu den aktuellen Konflikten. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 2(1):6-10.

(1914). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 2(1):6-10

II.: Die Stellungnahme des psychoanalytischen Arztes zu den aktuellen Konflikten

Ernest Jones

Die Stellungnahme des psychoanalytischen Arztes der Frage gegenüber aktuellen Konflikten und Schwierigkeiten im Leben des Patienten ist nicht nur eine der wichtigsten Sachen in der Behandlung, sondern ist auch einer der Punkte, in welchem die psychoanalytische Methode am schärfsten von anderen psychotherapeutischen Methoden abweicht; aus diesen Gründen ist es unbedingt nötig, daß man so klar als möglich über den Gegenstand sei. In einer neulich erschienenen Monographie über die Behandlung der Neurosen habe ich die verschiedenen Methoden gemäß dem Grade, in welchem sie die Heilung von der Selbsttätigkeit des Patienten abhängen lassen, abgestuft. Wie anerkannt wird, steht die psychoanalytische am äußersten Ende dieser Reihe, da der wesentliche Heilungsprozeß in dem inneren Seelenleben des Patienten sich vollzieht, während sich der Arzt mit der Rolle eines Überwachers bescheidet, statt wie bei anderen Methoden danach zu trachten, Führer und Lehrer zu sein. Anstatt den Patienten in eine vorausbestimmte Richtung zu leiten, begleitet ihn der Arzt in seinem Fortschritt, deren Richtung durch des Patienten eigene geistige Selbsttätigkeit, hauptsächlich seines Unbewußten, gänzlich determiniert wird.

In jeder Analyse begegnet man verschiedenen Schwierigkeiten, denen der Patient im aktuellen Leben entgegen stehen muß, wie Enttäuschungen. Kummer, Unzufriedenheiten, Sorgen, Probleme, Dilemmen u. dgl. Diese können unter den allgemeinen Namen „aktuelle Konflikte“ aufgenommen werden, der, meiner Ansicht nach, dem Jungschen Terminus „Aufgabe“ vorzuziehen ist, dessen Gebrauch vielleicht geneigt ist, ein moralisches Urteil mit sich zu bringen, von welchem wir uns natürlich fernhalten sollten. Diese Konflikte sind gewöhnlich unter den ersten Gegenständen, von denen man in der Analyse erfährt, da sie ja in direkter Beziehung zu den Klagen stehen, weswegen der Patient Hilfe sucht.

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