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Ferenczi, S. (1915). III. Psychogene Anomalien der Stimmlage. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(1):25-28.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(1):25-28

III. Psychogene Anomalien der Stimmlage

S. Ferenczi

I. 1910 suchte mich ein 24jähriger junger Mann in Begleitung seiner Mutter auf; er wollte von seiner Impotenz geheilt werden. Schon bei der ersten Untersuchung erkannte ich seinen Zustand als eine Kombination von Neurose und Paranoia. Im Laufe der eine Zeitlang versuchsweise fortgesetzten Analyse kamen dann seine eigentümlichen Größenideen immer mehr zum Vorschein. Er hatte das Gefühl und die sichere Überzeugung, daß er mit übernatürlichen (magischen) Kräften behaftet ist, die andere Leute (besonders Männer) zwingen, sich nach ihm umzuschauen, sobald er sie anblickt. Das erstemal erkannte er dies, als er im Theater durch das Opernglas den auf der Bühne agierenden Schauspieler fest anschaute, worauf dieser sofort in die Richtung blicken mußte, in der Patient im Zuschauerraume saß. Später mußte er die Wirkung dieser seiner Wunderkraft an mehreren anderen Männern erfahren, was ihn außerordentlich ängstigte und ihn schließlich zwang, jeden sozialen Verkehr aufzugeben und sich mit seiner seit langem verwitweten Mutter in einer abseitsliegenden Wohnung niederzulassen; er gab seinen Beruf (obzwar er darin schon weit fortgeschritten gewesen) vollständig auf. Das Neurotische an seinem Zustand waren die Angstanfälle, die ihn bei der Beobachtung seiner eigenen magischen Kräfte befielen, besonders wenn die Zauberkraft sich auch auf leblose Dinge erstreckte; „denn“ — so sagte er — „wenn auch die unorganische Welt meinem Willen gehorcht, kann die Welt durch mich zu Grunde gehen.

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