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Reik, T. (1915). 9. Fehlleistungen im Alltagsleben. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(1):43-44.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(1):43-44

9. Fehlleistungen im Alltagsleben

Theodor Reik

I.   Ich bestellte in der Berliner kgl. Bibliothek ein Buch, erhielt aber den Bescheid, daß der Bestellschein von mir falsch ausgestellt worden war. Bei dem Beamten der Bibliothek brachte ich nun folgende lächerliche Entschuldigung vor: „Verzeihen Sie, Herr Doktor, ich bin hier fromm“ … (statt, wie ich sagen wollte: fremd). Auf seinem Schreibtische lag ein Buch von Jakob Fromer, das ich zu lesen wünschte und oft vergebens gesucht hatte. (Das Buch von Fromer behandelt religiöse Satzungen des Judentums, an welche sich manche affektbesetzte Kindererlebnisse knüpfen.)

II.  Eine junge, verheiratete Frau, welche ihren Hausfreund heimlich traf, empfand beständig Angst, daß ein Bekannter ihres Mannes sie aus der Wohnung ihres Geliebten gehen sehen könnte. Wirklich sah ein bekannter Herr sie einmal mit ihrem Geliebten in der Nähe von dessen Wohnung. Ihr Hausfreund suchte sie in ihrer Angst, verraten zu werden, zu trösten, indem er darauf hinwies, daß sie sich zufällig auf der Straße getroffen haben könnten. Doch die junge Frau entkräftigte zornig diesen Trost, indem sie sagte: „Herr X. wird doch nicht glauben, daß ich zum Vergnügen mit dir zusammenkomme.“ Sie war in letzter Zeit mit der sexuellen Potenz ihres Geliebten nicht zufrieden gewesen.

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