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Friedjung (1915). Dr. Erwin Lazar: Die nosologische und kriminologische Bedeutung des Elternkonfliktes der Jugendlichen. Eine psychiatrisch-pädagogische Studie. (Aus der Univ.-Kinderklinik in Wien, Professor v. Pirquet.) Zeitschr. f. Kinderheilk., 11. Bd., S. 363. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(1):58.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(1):58

Dr. Erwin Lazar: Die nosologische und kriminologische Bedeutung des Elternkonfliktes der Jugendlichen. Eine psychiatrisch-pädagogische Studie. (Aus der Univ.-Kinderklinik in Wien, Professor v. Pirquet.) Zeitschr. f. Kinderheilk., 11. Bd., S. 363

Review by:
Friedjung

Der Verfasser geht von Freuds Studien aus und spricht ihnen, wenn er auch die überragende Bedeutung der Erotik in den Beziehungen der Kinder zu den Eltern vorsichtig anzweifelt, großen Wert zu, weil sie den Kinderarzt Tatsachen sehen gelehrt haben, für die man früher blind war. In der durchaus nicht seltenen krankhaften Zuspitzung der Beziehungen Jugendlicher zu einem oder beiden Elternteilen erkennt er bei seinen „Analysen“ — es handelt sich dabei nur um informative Gespräche mit den beteiligten Parteien — zumeist einen Konflikt zwischen Haß und Liebe und sieht in der Neurose „eine Flucht in die Krankheit“. An fünf ausführlichen Krankengeschichten erläutert er seine Auffassungen. Beim Falle 2 räumt er die Bedeutung des Onanieverbotes für die feindselige Einstellung des Knaben gegen den Vater ein, im Falle 3 kann er in dem heftigen Wunsche des vierzehnjährigen Knaben, zur Mutter ins Bett zu kommen und in sonderbaren Züchtigungen des Jungen durch die Mutter die sexuellen Wurzeln nicht bestreiten, wie denn auch beim Falle 4 und 5, Mädchen, die Ödipuskonstellation klar zu Tage tritt. Und im weiteren Verlaufe seiner Erörterung weist Lazar mit offenen Augen auf den Widerspruch hin, dem eine Wiederverehelichung oder neue sexuelle Beziehung eines verwitweten Elternteiles bei großen Kindern begegnet Solche Konflikte führen, wie er sagt, öfters zur Neurose, Dissozialität oder Kriminalität. Diese Ausgänge habe sicher die Liebe zu den Eltern mit der banalen Erotik gemein. Dennoch bleibt er auf halbem Wege stehen. Aber daß er diese Hälfte zu gehen wagte, die schwere, muß ihm als Verdienst angerechnet werden.

Friedjung.

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