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Bernfeld, S. (1915). 4. Zur Psychologie der Lektüre. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(2):109-111.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(2):109-111

4. Zur Psychologie der Lektüre

Siegfried Bernfeld

Dieser kleine Aufsatz enthält einige Bruchstücke aus der Analyse, die an einem psychologisch interessierten, gesunden Studenten von zirka 20 Jahren zu wissenschaftlichen Zwecken vorgenommen wurde. Sie dürften rein als Tatsachen aus dem Seelenleben der Jugend nicht uninteressant sein, unabhängig von den Zusammenhängen und Verallgemeinerungen, die naheliegen.

T. leidet an ständiger Stuhlverstopfung und kann sich zu einer ärztlich vorgeschlagenen Diät nie für länger als einige Tage entschließen, trotzdem sich ihm aus seinem Zustand allerhand lästige und schmerzliche Folgeu ergeben. Während der Analyse dieses Punktes, sagte er, er hätte vor einigen Tagen die sonderbare Bemerkung gemacht, daß er bei besonders schwerem Stuhlgange zu einem Zeitungsblatt greife und daß ihn die mechanische Lektüre dieses Blattes merklich erleichtere und befördere. Er erinnert sich sofort, daß er mit zirka 10 bis 11 Jahren eifrig „in jener Verschwiegenheit“ Karl May gelesen habe. Er sei damals regelmäßig nach Tisch mit seinem Buche verschwunden und sei „sehr lange draußen geblieben“. Er habe es sich aber seitdem abgewöhnt und gehe niemals mehr mit einem Buche hinaus; „ich würde mich schämen“. Er erinnert: In der damaligen Wohnung, im 11. bis 13. Jahre, sei das W. C. unmittelbar neben der Küche gewesen und er hätte sich vor den Dienstmädchen geschämt, daß er so lange draußen blieb.

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