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Tausk, V. (1915). II. Zur Psychologie des alkoholischen Beschäftigungsdelirs. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(4):204-226.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(4):204-226

II. Zur Psychologie des alkoholischen Beschäftigungsdelirs

Viktor Tausk

I

Das ungeistige Menschenmaterial, aus dem sich die Alkoholdeliranten vorwiegend rekrutieren, ist für psychoanalytische Selbstkritik ganz unzulänglich und der Zufall hat mir das spärliche bessere Material bisher versagt. Diese Ausführungen verdienen darum nicht den Namen einer Psychoanalyse des alkoholischen Beschäftigungsdelirs, ich habe vielmehr nur gesicherte psychoanalytische Gesichtspunkte für das Verständnis des Krankheitsbildes angewendet. Der Arbeitseffekt geht hier kaum über den Wert des zu seiner Erzielung aufgewendeten Materials hinaus und man wird ihm vollkommen gerecht, wenn man die Kritik auf die Frage der Richtigkeit der Beobachtung und der Methode der Problemstellung beschränkt.

Die Klinik ist dem psychologischen Problem der Alkoholpsychosen bisher auf verschiedenen Umwegen ausgewichen: indem sie sich der Erforschung der respektiven Blutbilder gewidmet oder indem sie den Nachweis verschiedener Frequenzen beim Alkoholmißbrauch unter der Annahme verschiedener toxischer Zwischenprodukte, die die verschiedenen Alkoholpsychosen bewirken sollen, geführt hat. Ich kann den Wert dieser Untersuchungen ebensowenig schmälern, als ich ihre Bedeutung für das Verständnis der Krankheitsbilder einsehen kann. Zur Psychologie der Alkoholpsychosen führt von dieser Art der Problemstellung kein Weg, und es bleibt letzten Endes, will man dem psychologischen Problem entkommen, nur noch die Berufung auf eine „Anlage“ übrig, wenn man den Schein einer Erklärung nicht vermissen will. Tatsächlich hat die Literatur die Aufgabe auch in dieser Richtung abgesteckt.

Der Sprung vom Chemismus des Zentralnervensystems zur Form und zum Inhalt der speziellen Geistesstörung ist gedanklich unvollziehbar.

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