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Reik, T. (1915). P. Sixtus Walleser: Religiöse Anschauungen und Gebräuche der Bewohner von Jap (Deutsche Südsee). Revue Internationale d'Ethnologie et de Linguistique Anthropos. Juli—Oktober 1913, Heft 4-5. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(4):244.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(4):244

P. Sixtus Walleser: Religiöse Anschauungen und Gebräuche der Bewohner von Jap (Deutsche Südsee). Revue Internationale d'Ethnologie et de Linguistique Anthropos. Juli—Oktober 1913, Heft 4-5

Review by:
Theodor Reik

Aus diesem ethnologischen Artikel möchte ich statt vieler interessanter Punkte nur einen herausheben, der sich auf die Sündenfallsage bei den Bewohnern auf Jap bezieht. In der Bibel verstößt das Paar Adam und Eva gegen das göttliche Gebot, indem es in Geschlechtsverkehr tritt. In der Lage der Südseeinsulaner aber ist ihr Koitus schuld am Tode ihrer Mutter. Bemerkenswert ist, daß der Sündenfall zugleich einen Inzest darstellt: „Es war, so berichtet die Sage, nur Mili'ar auf der Welt. Diese gebar zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen. Als Mili'ar alt war, sprach sie zu ihren beiden Kindern: ‚Wenn ich gestorben bin, dann gehet hin und begrabet mich. Am siebenten Tag aber kommet und grabet mich aus, denn ich werde wieder lebendig und jung werden.‘ Als nun Mili'ar gestorben war, begruben sie die beiden. Als sie zurückgekehrt waren, sahen sie die reife Frucht eines Pandanus. Der Mann sagte zu dem Weibe: ‚Geh, klettere auf den Pandanus und hole jene Frucht herunter, wir wollen sie trinken.‘ Sie kletterte hinauf und er schaute ihr zu et vidit pudenda eius. Er sagte zu ihr: ‚Komme herab! Ich habe etwas an dir gesehen.‘ Sie stieg herab und er ging hin, um das zu suchen, was er gesehen; fand es aber nicht. Er sagte darum zu ihr: ‚Geh nochmals hinauf!‘ Sie ging nochmals hinauf und nun merkte er sich's genau. Er sagte zu ihr: ‚Komme wieder herab.‘ Sie kam herab und nun hatten es die beiden gefunden. Darauf schliefen sie zusammen. Es vergingen aber die sieben Tage, ohne daß sie hingingen, Mili'ar aufzuwecken. Am achten Tag erwachten sie und schämten sich, daß sie nackt waren, und sie nahmen Blätter von den Büschen und bedeckten sich damit. Darauf gingen sie hin, es war am neunten Tage, um Mili'ar aufzuwecken. Diese aber war wieder gestorben und wird nicht mehr lebendig und alle Menschen müssen nun ihr Schicksal teilen.“

Dr. Theodor Reik.

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