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Freimark, H. (1915). III. Die erotische Bedeutung der spiritistischen Personifikationen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(5):279-286.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(5):279-286

III. Die erotische Bedeutung der spiritistischen Personifikationen

Hans Freimark

Die Lehre von der Teufelsbuhlschaft, von der der „Hexenhammer“ erfüllt ist, scheint uns oder schien vor langem eine der absurdesten Verirrungen des Menschengeistes zu sein. Und doch waren Sprenger und Institoris nicht so sehr unbewandert in bezug auf die Tatsachen, die ihrer Lehre zu Grunde lagen, als verbohrt in Hinsicht auf deren dogmatische Ausnützung. Was sie, teils an Hand von Zeugen, teils aus eigener Erfahrung berichteten, mußte in ihnen die Meinung erwecken, daß eine fleischliche Vermischung zwischen Menschen und dämonischen Gestalten unter gewissen Voraussetzungen vor sich gehe. Diese Meinung war nicht dem Hirn der beiden Dominikaner entsprungen. Sie ist uralt. Die Bibel, die klassischen wie die indischen Sagen, ja alle Mythologien weisen zahlreiche Erzählungen auf, nach denen sich Götter mit Menschen fleischlich verbanden. Und der Teufel und seine Heerscharen waren ja nichts anderes als entthronte Götter. Die Lehre von der Teufelsbuhlschaft war die kirchlich zugespitzte Fortsetzung eines weit verbreiteten Volksglaubens. Heute wissen wir, daß die Angaben dieses Glaubens auf Hirn- und Gefühlsgespinsten beruhten, aber wir kennen auch die physische Dichtungs-kraft, der die Gespinste ihre Entstehung verdanken, und vermögen zu ermessen, wie völlig unmöglich es einer naiven Beobachtung sein mußte, die seelische Wirklichkeit dieser Geschehnisse von der zeitlich-räumlichen abzutrennen. Dem primitiven Gemüt fällt es schon schwer, lebhafte Träume nicht für Realitäten zu nehmen, noch weit mehr ist dies der Fall, wenn es sich um seelische Sonderzustände handelt, die nur eine Art Bewußtseinsdämpfung zur Vorbedingung haben. Der Übergang ist hier oft derartig verschwimmend, daß er überhaupt nicht als Veränderung der normalen Verfassung empfunden wird.

Es sind allerdings stets von der sogenannten Norm abweichende Individuen, bei denen solche Störungen sich geltend machen, und das eigentümliche seelische Gestalten steht ferner mit den Perioden der be-ginnenden oder der erlöschenden Geschlechtskraft in engem Zusammenhang.

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