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Hitschmann, E. (1915). Varia. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(5):315-316.

(1915). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(5):315-316

Varia

E. Hitschmann

Elternbindung

Es seien hier zwei schöne Sonette von F. B. abgedruckt, die der Ablösung des heiratenden Sohnes von den Eltern edlen Ausdruck geben.

Eltern

I

Oft denk' ich: weil ich eine Liebste hab',

werden vielleicht die Eltern traurig sein.

Denn — fall' ich nicht treulos von ihnen ab,

pflanz' ich mich nicht in neue Erde ein?

Komm' ich nach Haus, was bin ich mehr als Gast?

Nicht, weil mir Tisch und Schrank jetzt Fremde sind.

Die Eltern sprechen leiser, schüchtern fast,

seh'n mich so an, als wär' ich nicht ihr Kind.

— O du, was bring' ich dir zum Opfer dar!

Die Rührung um des Vaters weißes Haar,

die Rührung um der Mutter linde Hand.

Vergiß nicht, daß ich lange Knabe war.

Ich habe Elternliebe nur gekannt.

Liebe war warmes Licht. Nun ist sie Brand!

II

Befremdet dich, daß ich so fragen kann?

O frag' dich selbst, wie dir das Scheiden tut!

Ist nicht dein Vater auch ein alter Mann?

und deine Mutter — reicht das Wort noch: „gut“?

Lagst du nicht auch gern krank in ihrer Hut?

War es nicht schön, in ihrem Schoß zu weinen,

in ihren Augen besser zu erscheinen

oder sehr schlecht vor Trotz und Übermut?

— Mit unsern Wurzeln graben wir uns aus.

Wir lösen uns vom angestammten Haus

und sollten uns der wenigen Tränen schämen?

Wir werden beide nicht mehr Kinder sein.

Nun gilt es, fest sich an den Händen nehmen.

Zu zwein' ist auch allein — ist sehr allein.

Es wird nicht wundernehmen zu hören, daß die Ehe des Dichters als bald geschieden wurde und derselbe neuerlich mit den Eltern die Wohnung teilt.

Dr. E. Hitschmann.

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