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Tip: To review The Language of Psycho-Analysis…

PEP-Web Tip of the Day

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Hug-Hellmuth, H. (1919). Herbert Oczeret, Med. prakt., Zürich, Die Nervosität als Problem des modernen Menschen. Ein Beitrag zur psychologischen Weltanschauung. (Zürich 1918, Verlag Art. Institut Orell Füßli.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(3):210-211.
    

(1919). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(3):210-211

Herbert Oczeret, Med. prakt., Zürich, Die Nervosität als Problem des modernen Menschen. Ein Beitrag zur psychologischen Weltanschauung. (Zürich 1918, Verlag Art. Institut Orell Füßli.)

Review by:
H. Hug-Hellmuth

Eine Arbeit, in der der Autor sich nicht bloß als Arzt, sondern als Psychologe mit der Frage nach dem Ursprung und dem Wesen der Nervosität des Menschen und ihrer Bedeutung als soziologisches Phänomen und als Problem des modernen Menschen beschäftigt. Nach einem kurzen Überblick über die älteren Ansichten über die Nervosität, über die Ansätze einer weiteren Auffassung bei Winternitz, unterzieht er die Theorien von Freud, Jung, Adler einer Würdigung, in der er sich auf den Boden der Jung schen Typentheorie, als über Freuds Lehre weit hinausgehend, stellt. Nach Oczerts Meinung erfährt die Sexualität durch Freud eine Überwertung auf Kosten anderer Triebe, und wird dem Konflikt Ich-Sexualität gegenüber anderen Konflikten eine prädominierende Stellung eingeräumt, die ihm nicht zukomme. Wenn Oczeret auch die Verdienste Freuds um die Therapie der Neurosen anerkennt, so dünken ihn doch Freuds Vorstellungen vom Triebleben zu eng; denn er übersehe die Bedeutung des Machttriebes, die Adler voll erfasse, und vollends einen dem Sexualbegehren gleich starken Trieb, die Faulheit. Wie Freud die Sexualität zu konkret fasse, verfalle Adler ins Gegenteil, indem er alles nur als Symbol, Sprache, Bild werte. Daß beide trotz ihrer verschiedenen Auffassungen Heilerfolge haben, erkläre sich daraus, „daß sich unter den Patienten nach und nach eine gewisse instinktive Arzttypenwahl gebildet hat“.

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