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Freud, S. (1920). Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(1):1-24.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(1):1-24

Originalarbeiten

Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität

Sigm. Freud

I

Die weibliche Homosexualität, gewiß nicht weniger häufig als die männliche, aber doch weit weniger lärmend als diese, ist nicht nur vom Strafgesetz übergangen, sondern auch von der psychoanalytischen Forschung vernachlässigt worden. Die Mitteilung eines einzelnen, nicht allzu grellen Falles, in dem es möglich wurde, dessen psychische Entstehungsgeschichte fast lückenlos und mit voller Sicherheit zu erkennen, mag daher einen gewissen Anspruch auf Beachtung erheben. Wenn die Darstellung nur die allgemeinsten Umrisse der Geschehnisse und die aus dem Fälle gewonnenen Einsichten bringt und alle charakteristischen Einzelheiten unterstehlägt, auf denen die Deutung ruht, so ist diese Einschränkung durch die von einem frischen Fall geforderte ärztliche Diskretion leicht erklärlich.

Ein 18jähriges, schönes und kluges Mädchen aus sozial hochstehender Familie hat das Mißfallen und die Sorge seiner Eitern durch die Zärtlichkeit erweckt, mit der sie eine etwa zehn Jahre ältere Dame „aus der Gesellschaft“ verfolgt. Die Eltern behaupten, daß diese Dame trotz ihres vornehmen Namens nichts anderes ist als eine Kokotte. Es sei von ihr bekannt, daß sie bei einer verheirateten Freundin lebt, mit der sie intime Beziehungen unterhält, während sie gleichzeitig in lockeren Liebesverhältnissen zu einer Anzahl von Männern steht. Das Mädchen bestreitet diese üble Nachrede nicht, läßt sich aber durch sie in der Verehrung der Dame nicht beirren, obwohl es ihr am Sinn für das Schickliche und Reinliche keineswegs gebricht.

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