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Autoreferat (1920). Dr. med. A. Kielholz, Jakob Böhme, Ein pathographischer Beitrag zur Psychologie der Mystik. (Schriften zur angewandten Seelenkunde, Heft 17, Deuticke 1919.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(2):178-180.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(2):178-180

Dr. med. A. Kielholz, Jakob Böhme, Ein pathographischer Beitrag zur Psychologie der Mystik. (Schriften zur angewandten Seelenkunde, Heft 17, Deuticke 1919.)

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Autoreferat

Der 1575 in der Nähe von Görlitz geborene Schuhmacher Jakob Böhme erweckt zunächst das psychologische Interesse durch das ungewöhnliche Auftreten von tiefsinnigen philosophischen Spekulationen bei einem wenig gebildeten Handwerker. Die Wandlung des fleißigen Meisters und Familienvaters in einen theosophisch-mystischen Schriftsteller, der Haus und Handwerk auffällig vernachlässigt, so daß er von seinen Mitbürgern als verwirrter Enthusiast und Phantast beurteilt wird, der sich als von Gott inspirierter Prophet berufen fühlt, die verschiedenen Kirchen als Reformator zu einigen und den nahen Weltuntergang zu verkündigen, gibt wohl das Recht, bei ihm einen pathologischen Prozeß zu vermuten.

An diesem öfters als selbst erlebt beschriebenen Prozeß lassen sieh drei Phasen unterscheiden: eine depressive, durch Selbstvorwürfe vorwiegend sexueller Natur, durch Todesängste, Traurigkeit und Furcht charakterisierte; eine Übergangsphase, die sich durch gänzliche Abwendung von der Außenwelt und durch Versenkung in die Tiefen der eigenen Persönlichkeit kennzeichnet, und durch eine euphorische Phase mit abnormen visuellen Sensationen und einem ausgesprochenen Glücksgefühl, das meist mit erotischen Symbolen geschildert wird. Als eigentlich mystisches Erlebnis tritt in den Mittelpunkt des Prozesses die göttliche Beschaulichkeit, der Blick ins Zentrum der Natur.

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