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Hitschmann, E. (1920). Urethralerotik und Zwangsneurose. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(3):263-264.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(3):263-264

Klinische Beiträge

Urethralerotik und Zwangsneurose

E. Hitschmann

Im Verlaufe von Analysen an Zwangsneurotikern ist mir aufgefallen, wie häufig und stark ausgebildet sich urethralerotische Symptome nachweisen lassen. Sämtliche Zwangskranke zeigten daneben den sadistischen Partialtrieb sowie auch den analerotischen, als die dispositionelle prägenitale Organisation beherrschend.

Es handelt sich bei den kindlichen Zwangsneurosen wie bei den juvenilen und älteren um Individuen, die lange an Enuresis gelitten hatten oder noch gelegentlich näßten oder Pollutionsträume mit Harnerguß aufwiesen. Ein achtjähriges Mädchen urinierte zwangshaft vier- bis fünfmal nacheinander, saß über eine Stunde lang auf dem Topf, „konnte nicht aufstehen, mußte bis 8 zählen, wobei sie irre wurde“. Eine Sechzehnjährige mit Waschzwang hatte bis zum vierten Jahre genäßt, mit neun Jahren durch ein halbes Jahr tagsüber genäßt, und näßt wieder zunehmend angeblich zwangshaft, seit einem halben Jahre. Ein 21jähriger Zwangsneurotiker mit schwerem Waschzwang litt bis zum 13. Lebensjahre an Bettnässen. Die Zahl der Beispiele ließe sich noch reichlich ergänzen.

Zweifellos gehören die Analerotik und Urethralerotik derselben Entwicklungszeit an, sie finden sich bei Perversen gleichmäßig mit Sadismus verschränkt. Z. B. hatte ein perverser Zwangsgrübler folgende Onaniephantasien: er bestraft sadistisch weibliche und männliche Individuen durch Bemachen mit Stuhl oder Anpissen mit Urin. In seinen masochistischen Phantasien muß er sich von Männern anmachen lassen oder sie anal lecken, von weiblichen Individuen wird er im Gesicht bepißt oder gezwungen, ihnen Cunnilinguus zu machen.

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