Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: Books are sorted alphabetically…

PEP-Web Tip of the Day

The list of books available on PEP Web is sorted alphabetically, with the exception of Freud’s Collected Works, Glossaries, and Dictionaries. You can find this list in the Books Section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hug-Hellmuth, H. (1920). Helga, Der Weg zum Weibe. Das Tagebuch eines jungen Mädchens. (Bundesverlag, G. m. b. H., Berlin 1919.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(3):286-287.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(3):286-287

Helga, Der Weg zum Weibe. Das Tagebuch eines jungen Mädchens. (Bundesverlag, G. m. b. H., Berlin 1919.)

Review by:
Hermine Hug-Hellmuth

Hätte der Herausgeber als Untertitel „Ein Weg zum Weibe“ geschrieben, so ließen wir zu Recht gelten, daß es natürlich auch Mädchen gibt, die auf diesem Wege zum Weibtum reifen. Aber „Der Weg zum Weibe“ sieht zum Troste der Männer, die ihr Geschick an das einer Frau mit Vertrauen knüpfen wollen und zum Glücke beider Partner in der Regel doch etwas weniger gewaltsam und erschütternd aus. Und wenn man wenigstens etwas von dem ferneren Schicksal dieses jungen Geschöpfes erführe! Die große Pose, mit der sie den Deus ex machina, den ältlichen Herrn, der sie trotz ihres erst zu gebärenden (!) unehelichen Kindes heiraten will, in ihrer Not ablehnt, ihre Frage, „wohin der lange und beschwerliche Weg sie führen werde“, läßt uns das stark romanhaft anmutende Buch unbefriedigt aus der Hand legen.

Gewiß enthält es Stellen, die gerade dem Psychoanalytiker wichtig scheinen für den Einfluß früher Kindheitserlebnisse auf das spätere Liebesleben, für die Beziehungen des Kindes zu Eltern, Geschwistern und Freunden, für die Epoche, da das junge Menschenkind sich dem gleichen Geschlecht leidenschaftlich zuneigt, weil es den Weg zum anderen noch nicht klar vor sich sieht — aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der erste Teil des Tagebuches von einem, der die Freudsche Lehre ein wenig kennt, „gemacht“ ist und daß der zweite Teil, allerdings erlebt, ebenso belletristisch zugeschnitten ist.

Wenn das Tagebuch einer Werdenden auf den Leser wirken soll, indem es die Entwicklung der Seele aufzeigt, dann darf der Herausgeber nicht eine Auswahl aus den Aufzeichnungen treffen. Er muß vielmehr jede Bemerkung unverändert und vollständig zum Druck bringen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.