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Grüninger (1920). A. J. Storfer, Psychoanalytische Krise? (Wissen und Leben, Heft 11, Zürich 1920, Orell Füßli.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(3):289.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(3):289

A. J. Storfer, Psychoanalytische Krise? (Wissen und Leben, Heft 11, Zürich 1920, Orell Füßli.)

Review by:
Grüninger

„Wir sehen ihn (Freud) von Jahr zu Jahr, seine älteren Publikationen hinter sich lassend, die früheren Absichten modifizieren, vertiefen, auf Umwegen sogar wesentlich abändern. In diesem Sinne kann man von einer Krise in der Psychoanalyse sprechen. Diese Krise ist chronisch und Freud selbst gehört zu denen, die stets von jeher ‚von Freud abrücken‘.“ Auf dieses Argument stützt Storfer die irreführende Überschrift. Gleich bedenklich sind mehrere Unrichtigkeiten. Ein Beispiel: „Besonders bezeichnend ist die Situation in der Erziehungsfrage. Was ist überhaupt unser erzieherisches Ziel? Sollen wir die Kinder von allen kleinen (!) Ängsten, Neugierden, Aberglauben, Unruhen, Grübelei, peinlichen Erlebnissen, Vorstellungen befreien? — Angenommen, es ginge restlos, — was bliebe dann übrig? Würden wir da nicht bedauernswerte Puppenseelen, in ihrer Konfliktlosigkeit klägliche Tabula rasa-Menschen schaffen?“ Storfer stehen offensichtlich nur subjektive Wahrnehmungen zu Gebote, die sachliche Beobachtung überzeugt vom Gegenteil. Hätte Storfer seine rhetorische Frage zu Ende gedacht, würde ihm auch eingefallen sein, daß entbundene Gefühlsgewalten, die reale Verwendung suchen und durchsetzen, durchaus nicht harmlos und konfliktlos sind. Diesmal allerdings im gesunden Sinne. Storfer scheint aber zu empfinden, daß die Übertragung nicht jedermanns Sache ist. Sein Aufsatz ist von Skeptizismus durchsetzt, bei aller Bewunderung der Psychologie Freuds. Diesen inneren Zwiespalt macht auch der feuilletonistisch pikante Stil nicht gut.

Dr.

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