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Groddeck, G. (1920). Eine Symptomanalyse. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(4):320-327.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(4):320-327

Eine Symptomanalyse

Georg Groddeck

Einer meiner Klienten litt unter anderem seit Jahren an anfallsweise auftretenden Schmerzen in den Beinen, die angeblich so heftig waren, daß während des Anfalls jedes Denken aufhörte.

Die Analyse wurde von mir mit der Aufforderung eingeleitet, anzugeben, wodurch man Schmerzen in den Beinen bekomme.

Die Antwort war: „Vom langen Gehen. Der ewige Jude wandert ohne Unterlaß, Ahasver. Der Name wird zerlegt in ‚haßlos’ und ‚verhaßt’ (α privativum—has = haßlos; ver—has = verhaßt); die Silben der Zerlegung werden übers Kreuz zusammengestellt. Haßlos und verhaßt ist Christus am Kreuz, Christus ist der Gesalbte, das Kreuz ein Mensch mit ausgebreiteten Armen, ein umfangendes Weib, an das der Mann, die Mutter, an die der Sohn genagelt ist. Der Gesalbte ist der Phallus, der in der Umarmung des Weibes erschlafft, stirbt; um den Phallus zu töten, bewegt das Weib das Kreuz, das os sacrum. Das Kreuz ist das Leid, alles Leid kommt von dem Weibe, von der Mutter, von dem Inzestwunsch des Sohnes, der in den Schoß der. Mutter zu dringen begehrt. Durch Wehen, die vom Kreuz ausstrahlend arbeiten, wird der Sohn in das harte Leben getrieben; er will zurück in den Leib der Mutter, zurück zum Kreuz, dort festgenagelt sein. Christus ist die Menschheit, die an der Mutter leidet, an dem Mutterproblem.“

Da ich aus Erfahrung wußte, daß mein Klient den Inzestkomplex oder, wie er es nannte, das Mutterproblem als Mittel zum Widerstand benützt, unterbrach ich ihn und forderte ihn auf, wieder zu dem Worte Kreuz zurückzugehen.

„Kreuzsehmerzen. Mein Vater hatte Kreuzschmerzen. Einige Wochen vor seinem Tode habe ich meine Eerien bei ihm, von dem ich getrennt lebte, zugebracht. Vorher war ich bei meinen Großeltern zu Besuch. Ich habe damals mit einem Knaben verkehrt, der im Bett lag, weil er irgend etwas am Bein hatte; vielleicht hatte er es gebrochen. Der Vater dieses. Knaben war ein Freund meines Großvaters, war rückenmarkskrank.“

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