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PEP-Web Tip of the Day

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Blumenthal, W. (1920). Das Entwertungsprinzip in den menschlichen Liebesbeziehungen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(4):354-356.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(4):354-356

Das Entwertungsprinzip in den menschlichen Liebesbeziehungen

W. Blumenthal

Man hat den Augenblick des Eintretens der Verliebtheit mit einer Berührung durch einen elektrischen Strom verglichen, der das liebende Individuum trifft und in ihm eine Spannung erzeugt. Ist dieser Vergleich richtig, so wäre die geliebte Person der elektrische Stromschalter, der seine magnetische Kraft zum Partner überströmen läßt.

Wir ersehen hieraus bereits, daß im Beginn der Liebesbeziehung zunächst in dem Liebenden eine Spannung erzeugt wird, eine Erwartung also, der notwendigerweise eine Entspannung, eine Erfüllung folgen muß. Die Zeitdauer der Spannung, das vulgäre „Verliebtsein“, ist stark mit Unlust verknüpft. Der Erzeuger dieser Spannung, das Liebesobjekt, wird im weiteren Verlauf der Liebesbeziehungen von der übrigen Umwelt isoliert, die auf dieses Objekt von Seiten des Verliebten konzentrierten Energie-mengen (Begehrungsvorstellungen) machen es zu einem ununterbrochenen Gegenstand des Interesses. Die geliebte Person wird zu einem Machtfaktor, sie erhält einen Wert, der unabhängig von ihren sonstigen Qualitäten besteht. Das Streben des Verliebten richtet sich nun darauf, das plötzlich so stark in seinen Augen im Wert gestiegene Liebesobjekt zu entwerten, das heißt das durch Spannung von Energie- und Wunsch-mengen (vermehrt noch durch eigenes Minderwertigkeitsgefühl) angesammelte Unlustempfinden auf dem Wege der Entspannung abzureagieren und dadurch das Liebesobjekt durch bestimmte psychisch-physische Vorgänge, auf die später die Rede kommt, wieder zu entwerten.

In dem Kreislauf zwischen dem zur ungewöhnlichen Werterhebung kommenden Liebesobjekt bis zu dessen erfolgter Entwertung spielen sich die menschlichen Liebesbeziehungen ab.

Die

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