Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: PEP-Web Archive subscribers can access past articles and books…

PEP-Web Tip of the Day

If you are a PEP-Web Archive subscriber, you have access to all journal articles and books, except for articles published within the last three years, with a few exceptions.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Boehm, F. (1921). Homosexualität und Bordell. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(1):79-82.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(1):79-82

Homosexualität und Bordell

Felix Boehm

Den innigen Zusammenhang zwischen unbewußten homosexuellen Neigungen und der Vorliebe für öffentliche Häuser zeigt sehr deutlich der Inhalt der Broschüre „Ein ernstes Wort ohne Umschweife“, betitelt „Städtische Lusthäuser“ von M. K. G. mit einem Vorwort von Professor Dr. C. Fränkel, Geheimer Medizinalrat und Direktor des Hygienischen Instituts Halle a. d. Saale, deren Kenntnis ich der Liebenswürdigkeit Abrahams verdanke. Zuerst werden die Nachteile und Gefahren der freien Prostitution in Großstädten, insbesondere in Berlin, als Schandfleck unserer Kultur und als eine furchtbare Gefahr für Moral und Gesundheit unseres Volkes in den grellsten Farben mit stärksten Worten geschildert. Insbesondere das traurige Los der Prostituierten wird in einer Weise beschrieben, welche geeignet wäre, selbst das Horz des härtesten Sünders zu erweichen. So könnte man auf den Gedanken kommen, daß dem Autor nur die Befolgung von „Christi Gebot, daß die Rettung der Sünder und die Bewahrung vor der Sünde die vornehmste Aufgabe jedes Menschen ist“, am Herzen liegt. Jedoch sehen wir, was dahinter steckt! Er schlägt nicht etwa die Überführung der Befriedigung der geschlechtlichen Bedürfnisse der Männerwelt durch reglementierte und nicht eingeschriebene Prostituierte in eine feinere Form der sexuellen Befriedigung vor, sondern wünscht, daß sich der gesamte außereheliche Geschlechtsverkehr Berlins in zehn „städtischen Lusthäusern“ mit je 5000 „Lustfrauen“ als Insassinnen abspielt, und wünscht den ganzen übrigen außerehelichen Geschlechtsverkehr mit Stumpf und Stiel durch gesetzliche Maßnahmen ausgerottet zu sehen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.