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Vollrath, U. (1921). W. Mayer-Groß, Heidelberg. Über die Stellungnahme zur abgelaufenen akuten Psychose. (Eine Studie über verständliche Zusammenhänge in der Psychiatrie.) Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie. Bd. 60.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(2):221-222.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(2):221-222

W. Mayer-Groß, Heidelberg. Über die Stellungnahme zur abgelaufenen akuten Psychose. (Eine Studie über verständliche Zusammenhänge in der Psychiatrie.) Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie. Bd. 60.

Review by:
U. Vollrath

Die der Heidelberger Klinik entstammende Arbeit behandelt eine interessante Frage aus dem „weiten Gebiete, das zwischen Heilung mit vollkommener Krankheitseinsicht und Fortdauer der seelischen Störung liegt“. Auf Grund von scharfsinnigen Untersuchungen, an der Hand von gut ausgesuchten Beispielen, unterscheidet Verfasser mehrere Arten der Stellungnahme des Ichs zu seiner Psychose: die erste ist die „Verzweiflung“, die eintritt, wenn die „Werteschicht des Selbst“ nur klein ist, so daß ein geringer Anstoß genügen kann, „das — ganz entleerte — Selbst in den Abgrund zu stoßen“, und die Tendenz der „Kontinuität“ des Selbst stark ist. Ist die Verzweiflung die Verneinung der Zukunft, so ist das „neue Leben“ die Verneinung der Vergangenheit, das Erlebnis der Psychose wird nicht verarbeitet, nur die Umwelt wird vertauscht. Das „neue Leben“ kann sich über dem Abgrunde der Verzweiflung aufbauen; eine Abart von ihm ist der „hebephrene Dauerzustand“, in dem das ganze neue Leben etwas Provisorisches, Spielerisches bekommt, jede Kontinuität verneint wird. Eine dritte Art der Stellungnahme ist die Verneinung des Erlebnisses selbst — die „Ausscheidung“, die Nichtanerkennung des Bruches der Kontinuität. (Wenn hier einmal das Wort „verdrängt“ fällt, so steht es, da nicht in Beziehung zum Unbewußten gesetzt, am unrichtigen Platze.) Findet eine Werteumkehr auch für die Vergangenheit statt, so tritt die „Bekehrung“ ein: das psychotische Erlebnis wird zur Stunde der Erleuchtung, der Wiedergeburt, oft, aber nicht immer. von religiöser Färbung; die neue Existenz wird auf die Psychose fundiert, Die letzte Einstellung, die Verfasser herausarbeitet, ist die „Einschmelzung“, die bei einem auf einen sicheren Kreis von Existenzwerten gegründeten Selbst mit stärkster Tendenz zur Kontinuität eintritt. Sie ist so der Gegenpol zur Verzweiflung.

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