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Groddeck, G. (1921). Über die Psychoanalyse des Organischen im Menschen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(3):252-263.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(3):252-263

Über die Psychoanalyse des Organischen im Menschen

Georg Groddeck

Die psychoanalytische Forschung hat von Jahr zu Jahr ihr Gebiet erweitert. Bisher ist jedoch das Organische im Menschen für sie Tabu geblieben, obwohl jeder einzelne Psychoanalytiker hie und da genötigt worden ist, den durch das Wort „organisch“ geweihten Bezirk zu betreten. Woher diese heilige Scheu stammt, wäre einer Untersuchung wert. Es lohnt sich jedoch mehr, die Grenze zu überschreiten und sich in dem verbotenen Lande umzusehen.

Vor fünf Jahren wurde ich von einer Dame einer schweren Neurose wegen aufgesucht. Die Kranke stammte aus einer kinder-reichen Familie und stand dem Alter nach ungefähr in der Mitte ihrer Geschwister. Von früh an hing sie nach ihrer Angabe mit leidenschaftlicher Liebe an dem Vater, einer Liebe, die sie vielfach in Tag- und Nachtträumen bis zum Inzestwunsch steigerte. Dementsprechend war ihre Einstellung zur Mutter scheinbar durchaus feindselig. Haß und Rachedurst beherrschten ihr Gefühlsleben und veranlaßten sie schließlich, das Elternhaus und die überseeische Heimat zu verlassen und nach Deutschland zu gehen. Sie heiratete und verfiel nach dem Tode ihres Mannes, dessen Wesenszüge stark an den Vater erinnerten, einer vielgestaltigen Neurose, die sich auch nicht durch eine neue starke Leidenschaft für einen anderen Mann besserte. Die Analyse ging ihren Weg ohne wesentliche Widerstände; alles schien sich glatt dem Ödipuskomplex einzufügen. Da brach plötzlich mitten in die Besserung hinein eine heftige Lungenblutung und nun wiederholten sich in dem kurzen Zeitraum von vier Wochen 23 Blutstürze schwerster Art.

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