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Holstijn, A.W. (1921). Aus der Analyse eines Patienten mit Akzessoriuskrampf. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(3):286-300.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(3):286-300

Aus der Analyse eines Patienten mit Akzessoriuskrampf

A. J. Westerman Holstijn

Anfang Juni 1920 kam ein 43jähriger Bäckergeselle wegen eines Torticollis-Tic in meine Behandlung, an dem er seit zirka drei Jahren litt. Anfangs sehr wenig hinderlich, hatte dieser seit einem halben Jahre nach mehreren Emotionen an Heftigkeit sehr zugenommen. Der Mann zeigte jetzt einen tonischen Krampf in den vom Akzessorius innervierten Muskeln, der nur von Zeit zu Zeit einen Augenblick aufhörte. Nur im Schlaf hatte er Ruhe. Dabei hatte er mehrere andere Tics an den Händen: am Daumen riechen, die Hand vor die Augen halten, den Aufschlag seines Rockes aufheben usw. Diese Tics würde er im Anfang als Para-Tics (im Sinne eines Patienten Meiges) beabsichtigt haben: wenn er nur die Hand an das Gesicht brachte, konnte er den Torticollis bezwingen. Aber jetzt bestanden sie zwangsmäßig weiter, ohne den geringsten Erfolg zu haben. Seine Arbeit: mit einem Bäckerwagen Brot herumbesorgen, hatte er seit einigen Monaten aufgeben müssen, weil er den Wagen nicht mehr fortschieben konnte. Da sein Kopf ganz quer stand, konnte er auf der Straße nicht geradeaus sehen, und da er stets eine Hand ans Gesicht hielt, mußte er den Wagen mit einer Hand fortbewegen, was nur für kürzere Zeit möglich war. Während der Behandlung stellte sich bald heraus, daß noch einige andere Krankheitserscheinungen bestanden. Seit reichlich einem Jahre war er psychisch impotent; er wagte sich fast nicht mehr auf die Straße, da er, sobald er in lebhaftere Straßen kam, eine unbegreifliche Angst verspürte; und auch vor dem Rauchen hegte er eine große Furcht; sobald er versuchte, das zu tun, nahmen die Tics solche heftige Dimensionen an, daß er damit nicht beginnen konnte.

Nachdem zuerst einige Stunden vorbeigegangen waren, worin er umständlich die verschiedenen erlebten Emotionen beschrieben hatte, wollte ich die Analyse im Anschluß an seine Träume beginnen.

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