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Pollak, F. (1921). Psychoanalyse und klinische Psychiatrie. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(4):453-457.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(4):453-457

Mitteilungen: Klinische Beiträge

Psychoanalyse und klinische Psychiatrie

Franz Pollak

Angesichts der nicht zu leugnenden Tatsache, daß die Betrachtungsweise der Psychiatrie sozusagen in ein Stadium der Windstille getreten ist, hat man in letzter Zeit nicht mit Unrecht die Frage aufgeworfen, ob nicht neue Wege und Ziele einzuschlagen wären, die Aussichten auf bessere Chancen versprechen, was umso begreiflicher ist, als die Zeiten längst vorüber sind, da beinahe jeder Blick ins Mikroskop neue Entdeckungen brachte. Die Ansätze zu geänderter Betrachtungsweise, die Versuche der diagnostischen und klinischen Neuorientierung, die allenthalben zu merken sind, scheinen mir bei Kraepelin am deutlichsten ausgesprochen, der sozusagen als Sprachorgan der an der jetzigen Psychiatrie Verzweifelnden aufzufassen ist. Er meint, daß das Bestreben der künftigen Seelenheilkunde dahin gehen solle, die Mannigfaltigkeit der seelischen Störungen nicht nur in ihren äußeren Gestaltungen zu begreifen, sondern auch die Gesetze ihres Zustandekommens zu ergründen. Dieses Verlangen mutet recht sonderbar an, wenn man bedenkt, daß es in der Psychoanalyse längst verwirklicht ist, noch mehr aber muß man erstaunt sein, wenn man die Schlußätze liest, in denen Kraepelin das Resumé seiner Arbeit zieht: Es enthält nichts anderes als Lehren, die von der Psychoanalyse schon seit langem und immer wieder mit Nachdruck betont werden. Er beruft sich auf den stammesgeschichtlichen Aufbau der menschlichen Persönlichkeit, der in unendlich langsamer Entwicklung, in unzählig feinen, kaum merklichen Fortschritten sieh vollziehend, auch Rückschritte eingeschlagen, Nebenwege betreten und wieder verlassen hat.

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