Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To view citations for the most cited journals…

PEP-Web Tip of the Day

Statistics of the number of citations for the Most Cited Journal Articles on PEP Web can be reviewed by clicking on the “See full statistics…” link located at the end of the Most Cited Journal Articles list in the PEP tab.

 

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Pfeifer, S. (1921). Liebesenttäuschung während der Analyse. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(4):467-470.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(4):467-470

Liebesenttäuschung während der Analyse

S. Pfeifer

Patient K. der wegen sexueller Impotenz bei mir in Behandlung steht, empfindet heftige Liebe für ein Mädchen, das diese Liebe allen Anzeichen nach auch erwidert. Gerade diese Liebe war es, die den Patienten in die Psychoanalyse gebracht hatte, da er das Mädchen zu heiraten gedachte. Als er jedoch nach einigen Wochen Analyse sich dem Mädchen erklärt hatte, erhielt er eine unerwartete, aber entschiedene Zurückweisung. Den nachher anbrechenden Zustand will ich hier in seihen Hauptzügen schildern, so wie er sich mir in den unmittelbar folgenden Analysestunden präsentierte.

Patient wurde gänzlich arbeitsunfähig, da er das nötige Interesse gar nicht aufbringen konnte, obwohl er sich bemüht hatte, aufmerksam zu sein; er konnte sich nichts merken, auch wenn er die Empfindung hatte, zugehört zu haben. Seine Schwester, sein Vorgesetzter interessieren sich für seinen Zustand, er aber kümmert sich nicht um sie, erinnert sich auch gar nicht oder sehr unvollkommen, was sie zu ihm gesprochen haben, obwohl es in der Analyse sich herausstellte, daß die tröstenden Worte der Schwester vorbewußt, teilweise doch kapiert und aufgearbeitet wurden. Nach dem Bruche bis zum anderen Tage hatte er keine Körpergefühle, abgesehen von einem schweren allgemeinen Unlustgefühl. Erst in der zweiten Analysestunde empfindet er, daß der eine Schuh ihn drücke. Gegen den ersten Abend beschäftigt er sich ganz ernstlich mit Selbstmordgedanken, er malt sich Szenen aus, wie er es anstellen, wie er durch den Schuß die Schädeldecke verlieren würde usw. Früher noch beschäftigt er sich mit dem Gedanken, daß er der treulosen Geliebten einen verletzenden und vernichtend höhnischen Brief schreiben werde. Er hat keinen Appetit, nimmt nichts zu sich, außer etwas Flüssigkeit am Abend. „Trotzdem“ — sagt er — „habe ich in den Gedärmen furchtbare Unruhe und Darmgaskrämpfe gehabt.“ Dabei absolute Schlaflosigkeit.

Die

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.