Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To see statistics of the Most Popular Journal Articles on PEP-Web…

PEP-Web Tip of the Day

Statistics of the Most Popular Journal Articles on PEP-Web can be reviewed at any time. Just click the “See full statistics” link located at the end of the Most Popular Journal Articles list in the PEP Section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Meier-Müller, H. (1921). Rudolf Brun. Beiträge zur Klinik und Pathogenese der Lumbago (Schweiz. Archiv f. Neurol. u. Psych., Bd. VII., Heft 1).. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(4):495-496.

(1921). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(4):495-496

Rudolf Brun. Beiträge zur Klinik und Pathogenese der Lumbago (Schweiz. Archiv f. Neurol. u. Psych., Bd. VII., Heft 1).

Review by:
Hans Meier-Müller

Die vorliegende Bearbeitung des „traumatischen Hexenschusses“ durch einen Neurologen, dem die Tiefenpsychologie des Wiener Meisters nicht fremd ist, zeigt so recht, welche Bereicherung für das Studium organischer Krankheiten resultiert, wenn auch psychologische Gesichtspunkte dabei nicht vernachlässigt werden. Den Psychoanalytiker wird es interessieren, was der Autor über die relativ häufige Verquickung der chronischen Lumbalgie mit einer allgemeinen „Neurose“ zu sägen hat. „Dieses Zusammentreffen ist insofern bedeutungsvoll, als es den Arzt begreiflicherweise besonders leicht dazu verführen kann, die organische Komponente des Leidens zugunsten der neurotischen zu übersehen. Man darf sich jedoch durch diese Koinzidenz nicht täuschen lassen: die begleitende Neurose ist in diesen Fällen weder die alleinige Ursache noch die Folge der Lumbagobeschwerden; der Zusammenhang ist vielmehr ein ganz anderer. Die psychologische Analyse solcher Fälle ergibt nämlich regelmäßig, daß die betreffenden Patienten verkappte Sexualhypochonder mit intensiven sexuellen Insuffizienz- und Schuldgefühlen (Onanie- und Impotenzkomplex!) sind.“ (S. 88.) — Der im Volke weitverbreitete Glauben an einen Zusammenhang zwischen Onanie und „Rückenmarksleiden“, der durch die zahlreichen Schwindelbücher über die „geheimen Leiden des Mannes“ stets neue Nahrung erhält, wird vom Verfasser erklärt durch die von Masturbanten häufig geklagten Kreuzschmerzen, deren organische Grundlage vielleicht in einer gewissen Überreizung des Sacralmarkes zu suchen sei.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.