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PEP-Web Tip of the Day

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Nachmansohn, M. (1922). Die Psychoanalyse eines Falles von Homosexualität. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):45-64.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):45-64

Die Psychoanalyse eines Falles von Homosexualität

M. Nachmansohn

Wie wenig angebracht eine scharfe Einteilung der Homosexualität in angeborene und erworbene ist, wird die nachfolgende Darstellung des Falles zu zeigen haben. Man wird aber zugleich erfahren, daß selbst bei einer beträchtlichen Disposition zur Homosexualität unter günstigen Umständen eine völlige Heilung zu erzielen ist, wobei wohl ganz extreme Fälle auszunehmen sind.

Der behandelte Fall darf zu den schweren gerechnet werden.

Es handelt sich um einen sehr religiösen Geistlichen aus einer strengen Pfarrersfamilie, der mit Beginn der Pubertät homosexuell fühlte und trotz seines Berufes, seiner wahren Frömmigkeit, trotz der für ihn besonders großen Gefahren immer wieder dem Trieb erlegen ist. Ich lernte ihn kennen, nachdem ich seinen Bruder mit mehr oder weniger Erfolg, der von ihm sehr überschätzt wurde, behandelt hatte. Da der Verfasser ein noch jung aussehender Jude ist, fiel es dem frommen und rein deutsch-christlich fühlenden Manne nicht leicht, die Analyse zu beginnen, und es bedurfte der stärksten Überredung von seiten des Bruders, den er halb und halb in sein Leiden eingeweiht hatte, um ihn zu bestimmen, sich bei mir der Analyse zu unterziehen. So stand der Beginn unter scheinbar ungünstigen Auspizien, da mit seinem besonders starken Widerstand gerechnet werden mußte. Es kam hinzu, daß der Analytiker beim Patienten wohnen mußte, da er Dorfpfarrer ist und nicht in die Stadt kommen konnte, was seine Licht- und Schattenseiten hatte.

Schon nach der ersten Vorbesprechung in der Wohnung des Verfassers hatten beide das Gefühl, die Sache werde schon gehen. Schwer gehemmt trat der etwa dreißigjährige Mann ins Zimmer, von mir schon erwartet und ich forderte ihn, alle Einleitungen abkürzend, auf, mir in aller Kürze die Anamnese zu geben, da ich mir ein Bild machen müsse.

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