Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To quickly return to the issue’s Table of Contents from an article…

PEP-Web Tip of the Day

You can go back to to the issue’s Table of Contents in one click by clicking on the article title in the article view. What’s more, it will take you to the specific place in the TOC where the article appears.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Federn, P. (1922). Dr. Albert Moll, Behandlung der Homosexualität: biochemisch oder psychisch? (Fünftes Heft des dritten Bandes der Abhandlungen aus dem Gebiet der Sexualforschung. A. Marcus & E. Webers Verlag, Bonn, 1921.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):84-86.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):84-86

Dr. Albert Moll, Behandlung der Homosexualität: biochemisch oder psychisch? (Fünftes Heft des dritten Bandes der Abhandlungen aus dem Gebiet der Sexualforschung. A. Marcus & E. Webers Verlag, Bonn, 1921.)

Review by:
Paul Federn

Der Autor steht seit jeher auf dem Standpunkt, daß die Homosexualität in den meisten Fällen eine erworbene Eigenschaft, wenn auch auf Grund einer angeborenen Disposition sei. „Ich selbst habe eine angeborene Disposition zur Homosexualität schon seit langer Zeit angenommen. Ich habe die Homosexualität in solchen Fällen als einen konträr entwickelten, sekundären Geschlechtscharakter aufgefaßt … Jeder sekundäre Geschlechtscharakter kann gelegentlich auf das falsche Geschlecht übergehen. Wir sehen z. B. Männer mit Brüsten, Frauen mit Bürten, Männer mit weiblicher, Frauen mit männlicher Kehlkopfbildung …“ Er bespricht dann, daß der normale heterosexuelle Trieb zweifellos eine eingeborene Reaktionsfähigkeit sei, die dispositionell bereits bei der Geburt gegeben ist, aber erst später zur Entwicklung kommt. „Ebenso aber wie wir nun sehen, daß andere sekundäre Geschlechtscharaktere auf das falsche Geschlecht übergehen können, werden wir dies auch für die Triebrichtung gelegentlich erwarten dürfen. Es wäre deshalb veifehlt, zu behaupten, daß die Homosexualität nicht eingeboren sein kann. Ebenso verfehlt wäre es freilich, zu behaupten, daß sie immer eingeboren sei.“ Sie ist mitunter erworben. Aber auch hier ist in den meisten „Fällen ein eingeborener Faktor vorhanden, und zwar eine Labilität des Nervensystems, die in vielen Fällen als Degenerationserscheinung aufgefaßt werden muß. ln solchen Fällen besteht die Neigung, daß sich nicht die normalen, festen, psychischen Verknüpfungen ausbilden, sondern daß eine Lockerung derselben besteht und infolgedessen perverse Reaktionsfähigkeiten leichten Boden finden. So ist es durchaus erklärbar, daß Homosexualität ebenso wie Fetischismus und andere Perversionen gelegentlich infolge einer Labilität des Nervensystems erworben sein kann.“

Da

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.