Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To find an Author in a Video…

PEP-Web Tip of the Day

To find an Author in a Video, go to the Search Section found on the top left side of the homepage. Then, select “All Video Streams” in the Source menu. Finally, write the name of the Author in the “Search for Words or Phrases in Context” area and click the Search button.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Fuchs, G. (1922). Otto Klleneberger, Zur Frage der Homosexualität. (Aus d. psychiatr. und Nervenklinik der Universität Königsberg i. Pr. [Geh. Rat Prof. Meyer Ebenda S. 129-148.]). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):87.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):87

Otto Klleneberger, Zur Frage der Homosexualität. (Aus d. psychiatr. und Nervenklinik der Universität Königsberg i. Pr. [Geh. Rat Prof. Meyer Ebenda S. 129-148.])

Review by:
Gerhard Fuchs

Nachdem Klieneberger noch schnell zu Beginn einen Seitenhieb gegen die Psychoanalyse, gegen Freud und Rank vollführt hat — da Freud der Sexualität, die früher eine selbstverständliche Begleiterscheinung des Lebens gewesen sei, eine alles überschattende Bedeutung zugesprochen habe — behandelt er die Frage, ob Homosexualität angeboren sei oder erworben werde. Er bekennt sich zur letzteren Ansicht, da die begleitenden anderen psychischen Störungen dafür sprechen. (Daß die Psychoanalyse für den überwiegenden Teil der homosexuellen Fälle diese Ansicht seit langem vertritt, scheint ihm unbekannt, da er einen Satz Ranks, „die Perversionen stellen die ursprünglichste Form der Sexualtriebe dar“, in dem Sinne zitiert, als ob dadurch gesagt werden soll, die Homosexualität ist ursprünglich, Therapieversuche daher unnötig. Man kann die Sätze eines Buches nicht so fest verketten, als daß sie nicht ein Übelwollender auseinanderreißen und im gegenteiligen Sinne zitieren könnte.) Er glaubt, daß nur an Fällen jugendlicher Homosexualität etwas feststellbar sei, da bei erwachsenen Homosexuellen durch Lektüre etc. alles schon zu verwirrt sei(l) Er bringt dann zwei interessante Fälle eines 19- und eines 15jährigen jungen Mannes. Auch diese beiden Fälle bestärken ihn in der Ansicht, daß Homosexualität erworben werde. Als Therapie schlägt er vor: Herabsetzung der Erregbarkeit, allgemeine Kraft- und Willensstärkung, suggestive Beeinflußung zur Überwindung der Hemmungen, Umstellung und Beseitigung psychischer Impotenz eventuell mit der Hypnose. Prophylaxe: Aufklärung, Bekämpfung der schädlichen Literatur.

Gerhard Fuchs.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.