Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To review the glossary of psychoanalytic concepts…

PEP-Web Tip of the Day

Prior to searching for a specific psychoanalytic concept, you may first want to review PEP Consolidated Psychoanalytic Glossary edited by Levinson. You can access it directly by clicking here.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Reik, T. (1922). Dr. H. Hug-Hellmuth, Psychoanalytische Erkenntnisse über die Frau. (Archiv für Frauenkunde und Eugenetik, 7. Bd., 2. Heft, April 1921.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):90.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):90

Dr. H. Hug-Hellmuth, Psychoanalytische Erkenntnisse über die Frau. (Archiv für Frauenkunde und Eugenetik, 7. Bd., 2. Heft, April 1921.)

Review by:
Th. Reik

Der Artikel stellt einen Versuch dar, die durch die Analyse gewonnenen psychologischen Erkenntnisse vom Seelenleben der Frau einem breiteren Publikum zu vermitteln. Die Autorin geht von dem für die Psychologie bedeutsamen Gegensatz von aktiv und passiv aus, zeigt, daß auch das weibliche Kind eine männliche Periode durchmacht, die durch den Verzicht auf die Aktivität zugunsten des Mannes normalerweise abgelöst wird. Sie würdigt die Bedeutung der frühinfantilen Entdeckung der anatomischen Verschiedenheit der Geschlechter und des Männlichkeitskomplexes sowie die Fortwirkung der Vaterbindung für das Seelenleben der Frau und zeigt den Sexualneid als starkes Motiv des Männerhasses. Die Entwicklung vom Autoerotismus bis zur Objektfindung und Objektwahl wird mit großem Geschick dargestellt, wobei die Unterschiede des Verhaltens des kleinen Knaben und Mädchens betont werden. Der Wunsch, ein Knabe zu sein, sowie die Identifizierung mit dem Vater, der Einfluß des Bruders bei der Objektwahl, die ambivalente Einstellung zur Mutter treten in ihrer Bedeutsamkeit für das Frauenschicksal hervor; die sexuelle Anästhesie der Frau wird bis auf ihre infantilen Quellen zurückverfolgt. (Der Vergleich mit der männlichen Impotenz würde hier am Platze gewesen sein) Die Entfremdung zwischen den Ehegatten wird von der Autorin zum großen Teil auf die Wirkung unbewußter Haßkomponenten zurückgeführt. Frau Dr. Hug-Hellmuth hofft, daß mit einer Änderung der Erziehung und durch das Verschwinden der Sexualverheimlichung eine Besserung der Beziehungen zwischen Mann und Frau eintreten wird. Dem geglückten ersten Versuch der Autorin, die Ergebnisse der Analyse in der Psychologie der Frau darzustellen, wäre Fortwirkung zu wünschen.

Th. Reik.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.