Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To save a shortcut to an article to your desktop…

PEP-Web Tip of the Day

The way you save a shortcut to an article on your desktop depends on what internet browser (and device) you are using.

  • Safari
  • Chrome
  • Internet Explorer
  • Opera

 

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hug-Hellmuth, H. (1922). Werner Graf v. d. Schulenburg, Das Rätsel unserer Empfindung. Das Problem des zweiten Kindes. (Friedrich Gersbachs Verlag, Hannover.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):93.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(1):93

Werner Graf v. d. Schulenburg, Das Rätsel unserer Empfindung. Das Problem des zweiten Kindes. (Friedrich Gersbachs Verlag, Hannover.)

Review by:
H. Hug-Hellmuth

Auf der Vererbungstheorie fußend, von psychoanalytischen Erkenntnissen bewußt oder unbewußt beeinflußt, sucht der Autor die Abhängigkeit der Charakterentwicklung von der Familienkonstellation nachzuweisen.

Ist das erste Kind ein Knabe, ist also der natürliche Wunsch jeder weiblichen Frau, im Kind das Bild des geliebten Gatten zu finden, erfüllt, so entwickelt sich dieses Kind als männlicher Mann. Ist das Erstgeborene ein Mädchen, so wird es zur männlichen Frau.

Folgt im ersten Fall als zweites Kind wieder ein Knabe, dann zeigt dieser stark weibliche Züge; denn in der zweiten Schwangerschaft wünscht die Mutter in der Regel, nun ihre Eigenart fortzupflanzen. Der nach einem erstgeborenen Mädchen folgende Knabe entwickelt sich natürlich ausgesprochen nach der männlichen Linie, eine dem ersten Sohne folgende Tochter nach der weiblichen usw. Aus dieser Bedingtheit der sexuellen und erotischen Entwicklung durch die vorausgegangenen Geburten folgert Sch., daß der Mensch bisexuell veranlagt sei und daß es widersinnig sei, von reiner Hetero- oder Homosexualität zu sprechen. Beide Gefühlsrichtungen seien als normal anzusehen, sofern der Mensch eben seiner natürlichen Veranlagung folgt; die Perversion, der Widersinn, liege in der Unterdrückung der angeborenen Triebrichtung. Auf Grund dieser Ansicht verlangt Schulenburg Freiheit für jedes sexuell-erotische Fühlen, er verlangt vom Menschen, nach welcher Richtung er immer neige, Wahrheit und Natürlichkeit; und diese seien zu finden, indem der Mensch strebe, sich selbst zu erkennen.

Dr. H. Hug-Hellmuth.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.