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Jokl, R.H. (1922). Zur Psychogenese des Schreibkrampfes. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):168-190.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):168-190

Zur Psychogenese des Schreibkrampfes

Robert Hans Jokl

In der psychoanalytischen Literatur ist dem Wesen und der Entstehung des Schreibkrampfes bisher nur wenig Beachtung geschenkt worden und die Frage steht noch offen, ob und inwieweit er sich in die Reihe jener psy choneurotischen Symptome einfügen läßt, die sich im Sinne Freuds von einer Störung des libidinösen Befriedigungsdranges als dessen abnorme Verwendung herleiten. Wenn man in Betracht zieht, welche Grade bisweilen die psychische Alteration der von diesem Leiden Betroffenen erreicht, scheinbar unvereinbar mit der Geringfügigkeit des äußeren Anlasses, wird man den Versuch berechtigt finden, hinreichende Anhaltspunkte zum Verständnis seines symptombildenden Apparates zu gewinnen. In der Psychoanalyse haben wir gelernt, den Standpunkt des Forschers mit dem des Arztes glücklich zu vereinigen: Endzweck bleibt beides, der therapeutische Effekt wird auf Grund unserer Einsicht in den psychisch individuellen Aufbau des Leidens erstrebt. Aber gerade deshalb sollen wir uns nicht bestechen lassen, ohne zwingenden Grund aus unseren Erfahrungen in Einzelfällen vorschnell Schlüsse auf die Allgemeingültigkeit gewisser Erkenntnisse zu ziehen und hinter gleichen Äußerungen von vornherein eine gewisse Übereinstimmung der wirksamen Mechanismen zu vermuten.

Der klinischen Neurologie liegen solche Ziele fern, weil ihr die Möglichkeit abgeht, nach Zweck und Herkunft psychisch bedingter Symptome zu fahnden, solange sie die Psychoanalyse als Forschungsmethode ablehnt. Diesem Standpunkte entspricht auch ihre „klassische“ Auffassung jener Gruppe von Bewegungsstörungen, denen sie den Schreibkrampf zuzählt.

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