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Ferenczi, S. (1922). Freuds „Massenpsychologie und Ich-Analyse“: Der individualpsychologische Fortschritt. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):206-209.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):206-209

Freuds „Massenpsychologie und Ich-Analyse“: Der individualpsychologische Fortschritt

S. Ferenczi

Die Entwicklung der Wissenschaften im großen überblickend, kommt man immer wieder zur Überzeugung, daß hier der geradlinige Fortschritt gewöhnlich bald an einem toten Punkte anlangt, so daß die Arbeit von einer anderen, oft ganz unerwarteten und unwahrscheinlichen Seite her mit Erfolg fortzusetzen ist. Ich war bereits einmal in der Lage, auf eine solche, wohl jeden überraschende Tatsache hinzuweisen, indem ich Freuds „Abhandlungen zur Sexualtheorie“, eine rein psychologische Untersuchung, als bedeutsamen Fortschritt der Biologie, also einer naturwissenschaftlichen Disziplin, die diesen Fortschritt aus eigenen Mitteln niemals bestritten hätte, würdigen mußte.

Dieser „Utraquismus“ einer richtigen Wissenschaftspolitik, wie ich ihn nennen möchte, bewährt sich aber nicht nur in der großen Alternative der objektiven (naturwissenschaftlichen) und der subjektiven (psychologischen) Erkenntniswege, sondern auch innerhalb der Psychologie selbst. Kaum hatten wir uns bei der Annahme beruhigt, daß individualpsychologische, psychoanalytische Tatsachen die Grundlage sind, deren „Anwendung“ die komplexeren Erscheinungen der Massenpsyche (Kunst, Religion, Mythenbildung usw.) enträseln wird, und schon erschüttert das neuerschienene Werk Freuds über „Massenpsychologie“ die Sicherheit dieser Annahme: sie zeigt uns im Gegenteil, daß die Untersuchung massenpsychologischer Vorgänge wichtige Probleme der individuellen Psychologie lösen kann.

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