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Hitschmann, E. (1922). Prof. Erwin Stransky: Psychoanalyse und Kritik. (Wiener med. Wochenschrift, 1921, Nr. 16 [April].). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):223.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):223

Prof. Erwin Stransky: Psychoanalyse und Kritik. (Wiener med. Wochenschrift, 1921, Nr. 16 [April].)

Review by:
E. Hitschmann

Prof. Stransky, der noch im November 1919 ausdrücklich angibt, er sei „in der Hauptsache zu den Gegnern der psychoanalytischen Richtung zu zählen“, erklärt in der obgenannten Arbeit: „Die Psychoanalyse, die seelische Tiefenforschung, wie sie uns durch Freud und seine Schüler und auch durch die von dieser Schule befruchtete Züricher Richtung nähergebracht worden ist, verdient volles Bürgerrecht in unserem Lehren und Lernen, Denken und Forschen, und es will mir scheinen, als wäre da die jungdeutsche Psychopathologie auf dem rechten Wege, die ja heute mehr und mehr sich mit den Lehren Freuds befaßt und sie ernst und ehrlich würdigt.“

Eine so rasche Wandlung vom Gegner zum Einbürgerer macht man nicht durch ohne Vorwürfe gegen sich selbst, die man aber aus Gründen der Selbstbehauptung leicht auf jene verschiebt, die längst am jenseitigen Ufer das verspätete Landen nicht ohne Schadenfreude mitansehen. So geraten die Wiener Anhänger Freuds in den Schußbereich ungerechter Vorwürfe Stranskys, deren Tenor etwa in Analogie zu einem bekannten Wort in Raimunds „Verschwender“ zu formulieren ist: „Die Analyse war’ schon richtig, wenn nur die Psychoanalytiker die richtigen wären!“ Es erübrigt sich daher, auf Details einzugehen, nur die charakteristische Schlußapostrophe an die Psychoanalytiker im pastoralen Interjektionsstil sei hier wiedergegeben: „Kommt heraus aus eurer Klause, aus eurer Inzucht, kommt zu uns anderen! Lasset uns vernünftig miteinander reden und voneinander lernen!“ Stranskys Phantasie versetzt also, wie das vorhergehende Referat zeigt, die Psychiater in einen Turm, die Psychoanalytiker hier in eine Klause. Geteiltes Leid ist halbes Leid!

Dr. E. Hitschmann.

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