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PEP-Web Tip of the Day

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Grüninger, U. (1922). Dr. med. Ludwig Frank, ”Seelenleben und Erziehung“, Verlag Grethlein, Zürich und Leipzig 1920.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):223-225.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(2):223-225

Dr. med. Ludwig Frank, ”Seelenleben und Erziehung“, Verlag Grethlein, Zürich und Leipzig 1920.

Review by:
U. Grüninger

Eine populäre Darstellung psychopathologischer und pädagogischer Fragen nennt Frank sein neues Buch. Er betont, daß es ihm nicht um grundlegende Erörterungen zu tun sei. Es handelt sich um zehn Vorträge, die Frank in Zürich hielt vor einem Publikum mit psychologisch-pädagogischen Interessen. Die bisher erschienenen Besprechungen in Zeitungen und Zeitschriften begrüßen das Franksche Buch mit einstimmiger Bewunderung.

Der Autor führt zunächst in die Begriffe seiner Psychologie ein, einschließlich Unbewußtes, Verdrängung, Abreaktion. Doch hütet sich Frank korrekt, je den Namen der Psychoanalyse zu nennen, was wir nur willkommen heißen dürfen, da das von ihm geübte Verfahren mit Psychoanalyse von heute nichts zu tun hat. Dann wendet sich Frank gegen die unrichtigen pädagogischen Ausdeutungen der Manifestationen aus dem Unbewußten, besonders der asozialen Handlungen. Die traditionelle Pädagogik verurteilt er scharf, weil sie mit Angst und Gedächtnis erziehe. Viel Raum beanspruchen Erörterungen über Typen der Begabung und des affektiven Verhallens, die sexuelle Aufklärung, die biologische Bedeutung der „Liebes- und Geschlechtsgefühle“, die Gefährdung der Jugend durch pathologische Lehrer-Fragen, die in den letzten Jahrzehnten von den Pädagogen schon ebenso leidenschaftlich diskutiert wurden.

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