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Oberndorf, C.P. (1922). Die Rolle einer organischen Überwertigkeit bei einer Neurose. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):307-312.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):307-312

Die Rolle einer organischen Überwertigkeit bei einer Neurose

C. P. Oberndorf, M.D.

Nach der Theorie von Alfred Adler hat die Ansicht vom Ursprung der Neurosen in einer organischen Minderwertigkeit im wesentlichen nur in zweierlei Hinsicht ihre Berechtigung. Erstens können kongenitale oder früh erworbene Schwächen bei Kindern ein Gefühl der Minderwertigkeit gegenüber anderen Kindern hervorrufen, ferner werden solche Defekte dazu benützt, um für sie bei ihrer Umgebung spezielle Vorteile zu entlocken; in anderen Fällen haben sie ihre Ursache in der Aneiferung zu außergewöhnlichen Entwicklungen in einem eigenen Gebiet, indem sie versuchen, ihre Schwächen auszugleichen. Zweitens fühlt das Kind im Vergleich zu den Erwachsenen seiner Umgebung eine relative Schwäche, und diese Stellung kommt einer organischen Minderwertigkeit gleich. Das Kind sucht nun durch Versuche zu beherrschen, diese unvermeidliche Zurücksetzung zu überwinden, also ein Wille zur Macht. Der Wunsch des Kindes, sich den älteren Personen gleichzustellen oder, wenn möglich, sie zu übertreffen, wird von Adler als der mächtigste Trieb der Charakterformation angesehen. In diesem Aggressionstrieb erblickt Adler einen immer wiederkehrenden Ursprung einer neurotischen Sehnsucht nach Macht, wofür er den sehr verlockenden Ausdruck „männlicher Protest“ an wendet.

Diese zweifelhafte Annahme und der treffende Ausdruck „männlicher Protest“ möchten die Wichtigkeit der Sexualtriebe verleugnen und viele noch unlösbare Probleme mit einem Schlage wegschaffen. Freud gewährt dem Aggressionstrieb eine gewisse Berechtigung, da er ein Bestandteil aller Triebe ist, doch ist letzterer nicht imstande, die Erscheinungen der meisten neurotischen Symptome an und für sich au erklären.

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