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Schilder, P. (1922). Zur Pathologie des Ichideals. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):322-325.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):322-325

Mitteilungen: Klinische Beiträge

Zur Pathologie des Ichideals

Paul Schilder

Unter dem Ichideal versteht Freud jenes Idealbild, welches vom Ich gebildet wird, unter dem Einflüsse der Umgebung und der Erziehung. Sehr häufig ist es Identifizierung mit dem Vater, dem Führer, welche zur Bildung dieses Ichideals beiträgt. Dieses ichideal erhält seine Kraft von jener Eigenliebe, welche ursprünglich nur dem eigenen Körper und wahllos den eigenen Gedanken und Handlungen zugewendet war. Mit anderen Worten, es ist mit Ichlibido besetzt. Aus dieser Quelle erhält es die Kraft zu fordern und ee gehen von diesem Ichideal fördernde und hemmende Einflüsse zu den Regungen des Menschen. Vom Ichideal gehen Verdrängungen aus, das Ichideal übt die Zensur aus.

Ich habe eine Reihe von Fällen beobachtet, in denen die psychischen Funktionen, welche unter dem Begriffe des Ichideals zusammengefaßt werden, in Halluzinationen und Wahngebilden personifiziert wurden. Diese Fälle seien in Kürze dargestellt.

Fall I. Franziska T., 53 Jahre alt, eine fleißige, arbeitsame Frau, die im Wechsel steht, an starken Kopfschmerzen leidet und deshalb oft mißmutig und gereizt ist, erkrankt mit Sausen in den Ohren, sie fällt zusammen, rafft sich dann wieder auf. Acht Tage später erkrankt sie in der Nacht mit Schüttelfrost und Fieber und dachte, ihre lelzte Stunde sei da. Sie sieht in dieser Nacht eine alte, dicke Frau, die ihr fremd war, am Belte sitzen, die ihr sagt, sie solle aufstehen, arbeiten und nicht so faul daliegen.

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