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Ferenczi, S. (1922). Soziale Gesichtspunkte bei Psychoanalysen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):326-328.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):326-328

Soziale Gesichtspunkte bei Psychoanalysen

S. Ferenczi

1. Der „Familienroman der Erniedrigung“

Vor Jahren wurde ich telegraphisch in einen fashionablen Winterkurort zu einer jungen Komtesse als Consilarius berufen. Diese Berufung überraschte mich nicht wenig, erstens weil man, besonders damals, in aristokratischen Kreisen der Psychoanalyse im allgemeinen sehr wenig Interesse entgegenbrachte, dann auch, weil auch der mir übrigens befreundete Kollege, ein älterer Privatdozent der Chirurgie, gleichfalls kein besonderer Freund unserer Wissenschaft war. Das Rätsel löste sich aber, sobald mir nach meiner Ankunft die Krankengeschichte erzählt wurde. Die junge Gräfin hätte sich beim Rodeln ein Bein gebrochen, sei dabei bewußtlos geworden und habe in diesem Zustand laut die greulichsten und obszönsten Flüche, Schimpfworte und Redensarten herausgeschrien; dieser Sonderzustaud habe sich seitdem einigemale wiederholt. „Das dürfte wohl doch ein Hysteriefall mit Freudscher Ätiologie sein,“ sagte sich der Kollege und ließ mich kommen.

Am anderen und dem darauffolgenden Tage hatte ich Gelegenheit, eine gleichsam psychoanalytisch gefärbte Anamnese des Falles aufzunehmen. Die Patientin war eine 19 jährige hübsche, junge Person, von dem etwas weichlichen Vater verzärtelt, von der Mutter strenger, aber vorsorglich und liebevoll behandelt. Ihre Übertragung galt bereits ganz ausgesprochen dem sie behandelnden Chirurgen, der ihr vor etwa acht Tagen den Gipsverband anlegte; mir gegenüber benahm sie sich viel reservierter, immerhin konnte ich mit Hilfe des Kollegen und der Eltern folgende Antezedentien feststellen: Die Patientin benahm sich seit jeher etwas sonderbar.

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