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Autoreferat (1922). Dr. Wilhelm Reich: Der Koitus und die Geschlechter. (Zeitschrift für Sex. Wiss. 1922, 8. Bd., 11. H.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):369.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(3):369

Dr. Wilhelm Reich: Der Koitus und die Geschlechter. (Zeitschrift für Sex. Wiss. 1922, 8. Bd., 11. H.)

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Autoreferat

Kritik der heute zumeist geübten eugenischen Methodik, bei Erörterung soziologischer Probleme den individualpsychologischen Faktor außeracht zu lassen. Es werden Parallelen aufgezeigt zwischen der ejaculatio praecox (auch Impotenz und Frigidität) und ihren Veranlassungen einerseits, der Spaltung aller libidinösen Strebung in der Gesellschaft (Prostitution, Ehe) andererseits. Erörterung der zeitlichen Diskrepanz der männlichen und weiblichen Akme sowie deren Ursachen. Gleichzeitige oder zumindest knapp aufeinanderfolgende Akme ist normal; Voraussetzung hiezu ist Einheitlichkeit von sinnlicher und zärtlicher Strebung, diese somit teleologisch die beste Vorbedingung für gesunde Nachkommenschaft, wenn man physiologischerseits konstatiert, daß Gleichzeitigkeit der Akme die beste Konzeptionsbedingung sei. Störungen dieser biologisch wichtigen Koinzidenz sind psychischer Herkunft. Beim gesunden Manne wirkt der voreheliche Verkehr mit Dirnen im Sinne einer Unterschätzung der Frau und Interesselosigkeit an ihrer Befriedigung. Die Geschlechtskälte der Frau (die meisten arbeitenden Mütter aus dem Volke sind frigid) hat viele Ursachen; neben anatomisch-physiologischen und individual-psychologischen auch soziologische: geforderte voreheliche Askese.

Das verschiedene Verhalten der Geschlechter vor und nach dem Koitus (vorher: der Mann aktiv, die Frau passiv; nachher umgekehrt) wird psychoanalytisch erklärt; es wird hingewiesen, daß hier eine Analogie konstatierbar ist zu einer biologischen Erscheinung in der Tierwelt: Tod männlicher Insekten nach der Befruchtung. Am Schlüsse wird der Wunsch ausgesprochen, die Biologen und Bevölkerungspolitiker möchten sich in den Freu dschen Begriff der Lustprämie als Sicherung der Fortpflanzung versenken und nicht als „Forderung“ der Natur zum Beispiel zweimalige Ejakulation während eines Koitus postulieren.

Autoreferat.

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