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Rank, O. (1922). Perversion und Neurose. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(4):397-420.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(4):397-420

Originalarbeiten

Perversion und Neurose

Otto Rank

I

Wie Freud uns in seiner Analyse der Phantasie „Ein Kind wird geschlagen“ gezeigt hat, entspricht diese typische Schlagevorstellung einer infantilen Libidosituation, die in einer bestimmten Phase der Ödipuseinstellung und ihrer Verdrängung manifestiert war. Das Kind sucht in seinem Libidohunger zunächst seine um die Liebe der Eltern mitkonkurrierenden Geschwister durch die Phantasievorstellung ihres Geschlagenwerdens, d. h. wohl Erschlagenwerdens, von seiten des geliebten Elternteils auszuschalten. Bald aber wendet es diese Regung, deren libidinöse Wurzeln unbewußt bleiben und die darum als grausam-egoistisch im Sinne des Ichideals vom Bewußtsein verpönt wird, mit Hilfe des Schuldbewußtseins als Strafe gegen die eigene Person, die nunmehr auf diese Weise zum Objekt der Schlagephantasie geworden ist. Dieses zweite Stadium wird dann schließlich tertiär — aus der sogenannten „sadistischen“ Auffassung des Geschlechtsaktes libidinisiert und auf diese Weise gegen die vom Ich ausgehende Unlust widerstandsfähig gemacht. Diese libidinöse Fixierung der zweiten Entwicklungsphase der Phantasie „Ein Kind wird geschlagen“ als Lust am eigenen Geschlagenwerden, kann zum Bild des typischen „Masochisten“ führen, dessen komplizierte Genese Freuds lückenlose Darstellung in gewohnter Klarheit und Anschaulichkeit vermittelt.

Ich

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