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Woiß, E. (1922). Psychoanalyse eines Falles von nervösem Asthma. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(4):440-455.

(1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 8(4):440-455

Psychoanalyse eines Falles von nervösem Asthma

E. Woiß

Ein schwer neurotischer Patient reproduzierte im Laufe der psychoanalytischen Behandlung nervöses Asthma, welches Symptom er zu Beginn anamnestisch angegeben hatte; es setzte mit einer solchen Heftigkeit und Hartnäckigkeit ein, wie niemals vor der Behandlung.

Da die Komplexe, aus welchen es hervorging, auch in anderen Symptomen repräsentiert waren, fällt mir die Isolierung seiner Herkunft von der anderer Symptome sehr schwer. Übrigens kann gerade die Würdigung der Stellung eines Symptoms zu den anderen, mit welchen es verflochten ist, interessante Gesichtspunkte beim komplizierten Aufbau einer neurotischen Persönlichkeit ergeben.

Ein 40 jähriger, akademisch gebildeter Mann, von verwahrlostem Aussehen, unsauberer und unordentlicher Kleidung, trotz seiner günstigen materiellen Verhältnisse. Er konnte kein Interesse für irgend etwas aufbringen; ökonomisch gesprochen, war er jeder freien Libido bar. Der enorme ökonomische Aufwand, der für eine Verdrängungsarbeit geleistet wurde, lähmte seine Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit: Er konnte nicht mehr die Rechnungen seiner täglichen Ausgaben machen, er versuchte noch ab und zu, eine Zeitung in die Hand zu nehmen, las darin einige Zeilen automatisch, um dann zur Besinnung zu kommen, daß er den Inhalt des Gelesenen nicht erfaßt hatte. Er begann noch vier- bis fünfmal denselben Abschnitt zu lesen, doch immer mit demselben Mißerfolg, bis er schließlich das Lesen ganz aufgeben mußte. Nicht nur, daß er seine Korrespondenz nicht mehr erledigen konnte, sondern er öffnete nicht mehr seine Post. Seinen elemontaren Lebensverrichtungen, wie Essen, Schlafengehen usw., ging er rein automatisch nach.

Dabei war er nichts weniger als gleichgültig, er litt vielmehr unsäglich unter seinem Zustand.

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