Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To keep track of most popular articles…

PEP-Web Tip of the Day

You can always keep track of the Most Popular Journal Articles on PEP Web by checking the PEP tab found on the homepage.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Horney, K. (1923). Zur Genese des weiblichen Kastrationskcmplexes.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(1):12-26.
    

(1923). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(1):12-26

Zur Genese des weiblichen Kastrationskcmplexes.

Karen Horney

Der weibliche Kastrationskomplex ist uns zwar in seinen Erscheinungsformen in stetig zunehmendem Umfang bekannt geworden, aber unsere Einsicht in die Natur des ganzen Komplexes ist nicht in gleichem Maße gewachsen. Gerade angesichts der Fülle des angesammelten und nunmehr vertrauten Materials drängt sich eben das Merkwürdige des ganzen Phänomens wieder stärker ins Bewußtsein, und das Phänomen als solches wird zum Problem. Wenn man die Beobachtungen, die bisher über die Erscheinungsformen des weiblichen Kastrationskomplexes gemacht sind, und die stillschweigenden Schlußfolgerungen, die daran geknüpft sind, überblickt, so sieht man, daß sich die bisherige Auffassung auf einem Grundgedanken aufbaut, den man in zum Teil wörtlicher Anlehnung an die Abrahams che Arbeit über dieses Thema kurz so charakterisieren kann:

Viele weibliche Personen, die im kindlichen oder reifen Alter stehen, leiden zeitweilig oder dauernd unter der Tatsache, daß sie weiblich geboren sind. Die Erscheinungen des weiblichen Seelenlebens, die aus der Abneigung gegen das Weibsein entspringen, lassen sich zurückführen auf den Penisneid des kleinen Mädchens. Aus der Unannehmbarkeit der Vorstellung des prinzipiellen Nichthabens heraus entspringen passive, aus der Racheeinstellung gegen, den bevorzugten Mann aktive Kastrationsphantasien.

Das weibliche Benachteiligungsgefühl hinsichtlich der Genitalien ist dabei im wesentlichen als gegebene Tatsache angenommen, ohne selbst zum Problem zu werden, vielleicht auch darum, weil sie dem männlichen Narzißmus als zu selbstverständlich erschien.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.