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Klein, M. (1923). Die Rolle der Schule in der libidinösen Entwicklung des Kindes. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(3):323-344.
    

(1923). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(3):323-344

Die Rolle der Schule in der libidinösen Entwicklung des Kindes

Melanie Klein

Es ist eine in der Psychoanalyse bekannte Tatsache, daß bei der Prüfungsangst wie beim Prüfungstraum die Angst vom Sexuellen auf das Intellektuelle verschoben ist. Sadger wies in seiner Arbeit „Über Prüfungsangst und Prüfungsträume“ nach, daß die Prüfungsangst in Träumen wie in der Wirklichkeit Kastrationsangst ist.

Die Beziehung zwischen der Prüfungsangst und der Schul-hemmung ist einleuchtend. Als solche lernte ich aber auch die verschiedenen Formen und Grade der Unlust zum Lernen kennen, und zwar sowohl ausgesprochenen Widerwillen wie auch z. B. nur „Faulheit“, die. weder vom Kinde noch von seiner Umgebung als Schulabneigung erkannt werden konnten.

Die Schule bedeutet im Leben des Kindes das Zusammentreffen mit einer als neu und oft sehr hart empfundenen Realität. Wie es sich diesen Anforderungen gewachsen zeigt, erweist sich meist als vorbildlich für die Art, wie es sich den Aufgaben des Lebens gegenüber einstellen wird.

Diese überaus bedeutsame Rolle der Schule ist im allgemeinen in der Tatsache begründet, daß die Schule und das Lernen von vorneherein für jeden Einzelnen libidinös determiniert sind, da die Schule durch ihre Anforderungen das Kind zur Sublimierung seiner libidinösen Triebkräfte nötigt. Vor allem hat die Sublimierung der genitalen Aktivität einen ausschlaggebenden Anteil an den verschiedenen Lerntätigkeiten, deren Hemmung dann entsprechend durch die Kastrationsangst erfolgt.

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