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PEP-Web Tip of the Day

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Deutsch, H. (1925). Psychologie des Weibes in den Funktionen der Fortpflanzung: Vortrag auf dem VIII. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß, Salzburg, April 1924. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(1):40-53.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(1):40-53

Psychologie des Weibes in den Funktionen der Fortpflanzung: Vortrag auf dem VIII. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß, Salzburg, April 1924

Helene Deutsch

Der psychoanalytischen Forschung ergab es sich von Anfang an, daß der Entwicklungsprozeß der infantilen Libido bis zur normalen heterosexuellen Objektwahl beim Weibe durch besondere Umstände erschwert ist.

Dieser Entwicklungsweg zeigt beim männlichen Individuum einen geradlinigen Verlauf und der Fortschritt von der „phallischen“ Phase geht nicht durch einen komplizierten Verdrängungsschub vor sich, sondern beruht auf einer Bejahung des Vorhandenen und wird durch bereitwillige Verwendung des Von-Selbst-Drängenden vollzogen. Die Leistung liegt in der entsprechenden Bewältigung der Ödipuseinstellung und Überwindung der damit zusammenhängenden Schuldgefühle.

Beim Mädchen muß sich außer dieser Leistung Doppeltes vollziehen:

1)   Verzicht auf die an die Klitoris gebundene Männlichkeit;

2)   Entdeckung des neuen Genitalorgans im Übertritt von der „phallischen“ in die „vaginale“ Phase.

Der Mann erreicht die endgültige Stufe, indem er die Vagina in der Außenwelt entdeckt und sadistisch erobert. Den Weg dazu weist ihm sein ihm bereits wohlbekanntes und zur Eroberungstat drängendes Genitale.

Das weibliche Individuum muß dieses neue Sexualorgan am eigenen Körper entdecken, und zwar vollzieht sich diese Entdeckung im Akte des masochistischen Bewältigtseins durch den Penis, der zum Wegweiser zu dieser neuen Lustquelle wirq.

Nicht die Befriedigung des infantilen Peniswunsches im Sexualakt ist die letzte Aufgabe der erreichten weiblichen Einstellung, sondern die vollgelungene Entdeckung der Vagina als Lustorgan, ein Umtauschen des Penis wunsches gegen den realen und gleichwertigen Besitz der Vagina.

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