Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To copy parts of an article…

PEP-Web Tip of the Day

To copy a phrase, paragraph, or large section of an article, highlight the text with the mouse and press Ctrl + C. Then to paste it, go to your text editor and press Ctrl + V.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Kempner, S. (1925). Beitrag zur Oralerotik: Nach einem Vortrag in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 16. Mai 1923. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(1):69-77.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(1):69-77

KASUISTISCHE BEITRÄGE

Beitrag zur Oralerotik: Nach einem Vortrag in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 16. Mai 1923

Salomea Kempner

In der folgenden Arbeit kommt es mir nicht darauf an, etwas Neues zu bringen, sondern das Material einer Krankengeschichte in der richtigen psychoanalytischen Beleuchtung darzustellen.

Bei der Patientin, von der ich erzählen will, traten im Verlaufe der Analyse das Orale, die oralen Gelüste, in den Mittelpunkt der Phantasien und führten durch das Bewußtwerden zur Heilung der Krankheitserscheinungen, die im Erbrechen bestanden.

Daß das Erbrechen in Verbindung mit der Autoerotik der Mundzone stehen kann, ist aus den „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“ von Freud bekannt, wo der Zusammenhang der oralerotischen Gelüste mit dem Erbrechen dargestellt wird. Wir lesen da über die konstitutionell verstärkte Erogeneität der Lippenzone folgendes (Ges. Schriften, V. S. 57): „Bleibt diese erhalten, so werden diese Kinder als Erwachsene Kußfeinschmecker werden, zu perversen Küssen neigen oder als Männer ein kräftiges Motiv zum Trinken und Rauchen mitbringen. Kommt aber die Verdrängung hinzu, so werden sie Ekel vor dem Essen empfinden und hysterisches Erbrechen produzieren. Kraft der Gemeinsamkeit der Lippenzone wird die Verdrängung auf den Nahrungstrieb übergreifen.“

Meine Patientin erkrankte an libidinösen Antrieben, die von der oralen Zone ausgingen, unbewußt waren und aus der Verdrängung heraus sich in Form von Erbrechen geäußert hatten.

Ich schicke zunächst eine kurze Anamnese voraus, lasse das Rohmaterial der Analyse folgen, um zuletzt eine Synthese zu versuchen.

Der Fall betrifft eine 25 jährige Studentin der Medizin, die an einem Magenleiden erkrankte, daß sich in Erbrechen manifestierte und auf Ulcus verdächtig war. Die Therapie des Internisten (Atropin, Arseninjektionen) blieb erfolglos, daraufhin wurde sie angesichts des negativen Organ- und Röntgenbefundes mit der Diagnose „Magenneurose“ aus seiner Behandlung entlassen.

Als

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.