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Fenichel, O. (1925). Infantile Vorstufe eines „affektlosen Trotzes”. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(1):95-96.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(1):95-96

Infantile Vorstufe eines „affektlosen Trotzes”

Otto Fenichel

Ein Patient, der jenem erst unlängst von Ferenczi erwähnten Typ angehört, der keine affektbesetzten Phantasien, ja überhaupt keinen echten Affekt zu Stande bringt und über aufregendste Erlebnisse und Erinnerungen spricht, ohne sich im geringsten aufzuregen, stellt diese Affektlosigkeit völlig in den Dienst des Widerstandes. Er trotzt gegen die Vorschriften der Analyse durch volle Gleichgültigkeit gegen diese und gegen den Analytiker. Es läßt sich ermitteln, daß dieser stoische Gleichmut auch sonst im Leben immer seine stärkste Waffe darstellt. Er pflegt Vaterfiguren bis aufs Blut zu quälen, bis diese in äußerste Wut geraten, um dann, selbst affektlos, ihnen überlegen sein zu können. — Trotz zahlreichen sexuellen Verhältnissen steht der Patient, der auch wegen Zwangscharakters die Behandlung aufsuchte, völlig auf analsadistischer Organisationsstufe der Libido. Während die sadistische Natur des affektlosen Trotzes, der den Vater vernichten soll, auf der Hand liegt, läßt sich sein analer Ursprung vorerst nur vom Analytiker vermuten, bis folgende Erinnerung auftaucht: Wenn er, als Kind mit Spielen von Zwangscharakter beschäftigt, vom Vater zum Spazierengehen aufgefordert wurde, pflegte er sich solcher Aufforderung dadurch zu entziehen, daß er den Abort aufsuchte und in vollem Gleichmut stundenlang dort sitzen blieb, bis sich der Vater draußen ausgetobt und den Spaziergang ohne ihn angetreten hatte.

Der Gleichmut dieses Patienten wird nur manchmal von einem depersonalisationsartigen Befremdungsgefühl unterbrochen, bei dem ihm die ganze Welt noch gleichgültiger und nicht ernst zu nehmen scheint, ja, wie er bald hinzufügt, Leute, die sie doch ernst nehmen, lächerlich und so komisch, daß er bei dem Gedanken, daß sie auf den Schwindel dieser Welt hereingefallen sind, lachen muß. Es sei doch auch lächerlich, irgendetwas, was auch immer, ernst zu nehmen. Lächerlich erscheine ihm dann z. B.

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