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Happel, C. (1925). Aus der Analyse eines Falles von Päderastie: Vortrag auf der I. Deutschen Psychoanalytischen Zusammenkunft in Würzburg, Oktober 1924. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):206-211.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):206-211

KASUISTISCHE BEITRÄGE

Aus der Analyse eines Falles von Päderastie: Vortrag auf der I. Deutschen Psychoanalytischen Zusammenkunft in Würzburg, Oktober 1924

Clara Happel

Der Patient, aus dessen Analyse ich einiges mitteilen will, war ein zweiundzwanzigjähriger Bursche aus einfachem Milieu, der mir wegen Homosexualität von einem für die Psychoanalyse interessierten Kollegen zugewiesen wurde.

Der Kollege schrieb mir, der junge Mann habe die Klinik aufgesucht, mit der Frage, ob er sich kastrieren lassen sollte, da er fürchtete, durch seine Inversion mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen und sich und seine Familie ins Unglück zu stürzen. Die Neigungen des Patienten seien im wesentlichen bisher aktiv pädophil. Mit gleichaltrigen jungen Männern wolle er nichts zu tun haben. Der Patient hatte bereits mehrmonatige Behandlung bei verschiedenen Ärzten teils ambulant, teils in einer Heilstätte erfahren, doch niemals dauerhaften Erfolg erzielt.

In der Analyse ergab sich zunächst ein Erlebnis des Analysanden aus seinem achten Lebensjahr, das, als eine typische Deckerinnerung, in regressiver und progressiver Richtung alle Fäden der Perversionsbildung in sich vereinigte.

Damals hatte die Mutter ihn überrascht, als er bei einem sogenannten „Schulespiel“ mit seinen Schwestern und einer gleichaltrigen Freundin ebenso wie diese seine Hosen heruntergestreift hatte, um seine Geschlechtsteile zu zeigen. Er hatte beim Eintritt der Mutter seine Hosen sofort heraufgezogen, konnte jedoch nicht so schnell wie die Mädchen, die nur ihre Röcke herunterfallen ließen, fertig werden. Die Mutter hatte nichts gesagt, vielleicht nicht einmal etwas gemerkt, was ihn aber nicht daran hinderte, sich von ihr ertappt zu fühlen.

Im späteren Leben fürchtete er besonders, von der Mutter ertappt zu werden und schämte er sich wegen seiner Homosexualität speziell vor ihr. Daß er stark an sie fixiert war, zeigte sich recht offensichtlich auch darin, daß er beruflich in ihren Diensten stand und von ihr ein Taschengeld bezog.

In der Analyse gelangten wir zunächst zur Erkenntnis der Bedeutung der Exhibitionssituation für die spätere Gestaltung der Perversion, und ihr wollen wir uns daher auch zuerst zuwenden.

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