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Müller-Braunschweig (1925). Grote, L. R.: Über den Normbegriff im ärztlichen Denken, (Zeitschr. f. Konstitutionslehre, Bd. VIII, H. 5.) J. F. Bergmann, München, und Julius Springer, Berlin 1922. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):235-236.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):235-236

Grote, L. R.: Über den Normbegriff im ärztlichen Denken, (Zeitschr. f. Konstitutionslehre, Bd. VIII, H. 5.) J. F. Bergmann, München, und Julius Springer, Berlin 1922

Review by:
Müller-Braunschweig

Schriften wie die vorliegende, die sich mit den erkenntnistheoretischen Voraussetzungen des ärztlichen Denkens beschäftigen, sind ein Zeichen der Tendenz zur Selbstbesinnung in der Medizin und interessieren auch den psychoanalytischen Therapeuten. Aus der anregenden Schrift, die reichlich Stoff zum Nachdenken gibt, hebe ich einen Hauptgedankenzug hervor:

Der Verfasser unterscheidet im medizinischen Denken den klinisch ärztlichen und den rein erkenntnismäßigen Anteil. Begriffe, die in dem letzten Bereiche Geltung und Bedeutung haben, brauchen diese nicht oder nicht in demselben Maße im ersteren zu haben. Das gilt vom Begriff der Norm. Dieser, wie er gewöhnlich gefaßt wird, ist der statistische oder der Begriff des Durchschnittlichen. Er ist, so lange eine oder nur wenige Eigenschaften in Frage stehen, graphisch durch binominale Kurven darstellbar.

Aber bleibt man auch nur bei der begrifflichen Formulierung dieses Normbegriffes, so zeigt sich, daß er nur einen rein erkenntnismäßigen Wert hat und für die praktisch-ärztliche Betrachtung ungeeignet ist. Der statistische Normalmensch ist nur eine Fiktion, in Wirklichkeit gibt es ihn nicht, „oder, wenn es ihn gäbe, könnte er nur den Wert einer ungeheuren Seltenheit beanspruchen“.

Das, was der Arzt benötigt, ist eine Unterscheidung von Krankheit und Gesundheit. Es zeigt sich aber, daß der theoretische Normbegriff nur einen Unterschied zwischen dem, was ihm entspricht, und dem, was von ihm abweicht, der Anomalie, ermöglicht.

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