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Schilder (1925). Birnbaum: Die Psychoanalyse vom Standpunkte der klinischen Psychiatrie. (Deutsche Med. Wochenschrift Nr. 51, 52, 1-4, 1924/25.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):236-237.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):236-237

REFERATE: Aus der psychiatrisch-neurologischen Literatur

Birnbaum: Die Psychoanalyse vom Standpunkte der klinischen Psychiatrie. (Deutsche Med. Wochenschrift Nr. 51, 52, 1-4, 1924/25.)

Review by:
Schilder

Birnbaum gibt eine klare Darstellung der Grundgedanken der Psychoanalyse. Er hebt aus dem psychoanalytischen Lehrgebäude das hervor, das nach seiner Ansicht wissenschaftlich wertvoll und brauchbar und für die klinische Psychiatrie von Bedeutung ist. Aber man stellt mit Vergnügen fest, daß er schließlich alle wesentlichen Ergebnisse der Psychoanalyse akzeptiert. Seine Einschränkungen beziehen sich auf die „Monopolstellung“ des Sexuellen. Er übersieht hiebei jedoch, daß der Begriff des Sexuellen im psychoanalytischen Sinne sich keineswegs deckt mit dem Begriff, den wir im Alltagsleben unter der Bezeichnung sexuell meinen. Auch hat die Psychoanalyse niemals das Sexuelle als die allein wirksame Triebkraft im seelischen Leben dargestellt und immer wieder die Bedeutung der Ichtriebe betont. Gerade die letzten Arbeiten Freuds versuchen die Ichtriebe in tieferer Weise darzustellen. Die Gültigkeit der von Adler hervorgehobenen Mechanismen — Überkompensation, männlicher Protest, Leitlinie — hat die Psychoanalyse nicht bestritten; sie hat nur den libidinösen Anteil aufgezeigt und hat mit der Durchforschung des Ideal-Ichs die psychologische Einsicht in diese Phänomene vertieft, ohne den Anteil der Ichtriebe zu vernachlässigen. Die meisten übrigen Einwände Birnbaums richten sich nicht gegen die Richtigkeit der psychoanalytischen Ergebnisse, sondern betonen nur, daß ihre Gültigkeit auf mehr oder minder zahlreiche Einzelfälle einzuschränken sei. Den Nachweis von Gebieten und Erscheinungen, welche sich der psychoanalytischen Betrachtungsweise grundsätzlich entziehen, hat Birnbaum allerdings nicht gegeben. Ich glaube, daß ihm dieser Nachweis auch außerhalb des Rahmens eines Fortbildungsvortrages (um einen solchen handelt es sich) nicht möglich sein wird. B. empfiehlt Vorsicht in der Annahme und Deutung der Symbole.

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