Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To sort articles by source…

PEP-Web Tip of the Day

After you perform a search, you can sort the articles by Source. This will rearrange the results of your search, displaying articles according to their appearance in journals and books. This feature is useful for tracing psychoanalytic concepts in a specific psychoanalytic tradition.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hitschmann (1925). Kehrer, F. u. Kretschmer, E.: Die Veranlagung zu seelischen St√∂rungen (Monograph. a. d. Gesamtgebiet der Neurol. u. Psychiatrie, H. 40). J. Springer, Berlin, 1924.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):239.

(1925). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 11(2):239

Kehrer, F. u. Kretschmer, E.: Die Veranlagung zu seelischen Störungen (Monograph. a. d. Gesamtgebiet der Neurol. u. Psychiatrie, H. 40). J. Springer, Berlin, 1924.

Review by:
Hitschmann

Eine groß angelegte Zusammenfassung des Materials zur Frage der Veranlagung zu Neurosen und Psychosen, von der man allerdings auch nach der Lektüre dieses modernen Buches sieht, daß sie sich noch ganz im ersten Stadium ihrer Lösung befindet. Die rühmenswerte Gründlichkeit deutscher Wissenschaft macht bekanntlich eine Ausnahme — gegenüber der Psychoanalyse. So finden wir diese hier von Kehrer recht vernachlässigt und vielfach mißverstanden; Stekel und Adler werden als „die bedeutendsten der selbständigen Schüler“ gegen Freud ausgespielt; Empirisches wird noch immer als Übertreibung und Phantasie angesehen. Das beste Testobjekt ist hier bekanntlich die Zwangsneurose, deren Disposition von Freud dezidiert und klar genug ausgesprochen und leicht nachzuprüfen ist. Hier heißt es aber: „Die Annahme einer sexuellen Wurzel der Zwangsneurose, die Freud gemacht hat, hat bei seinen Schülern wenig Anklang gefunden.“ Bei den Operationspsychosen z. B. finden wir Narzißmus, Kastration oder den Begriff der Pathoneurose nicht einmal erwähnt. Selbst die bedeutungsvolle Unterscheidung von Übertragungs- und narzißtischen Neurosen wird nicht in Betracht gezogen. Obwohl natürlich die Probleme der Ursachen und des Aufbaues der Seelenstörungen da und dort mit herangezogen werden mußten, ist auch hier das Psychoanalytische fast ignoriert. Allerdings hat die Psychoanalyse nirgends noch Zusammenfassendes zur neurotischen Veranlagung dargestellt, hat aber schon vieles zu sagen gehabt. In ihrer Eigenart hat sie übrigens Familienforschung betrieben, ohne spezielle Absicht. Ohne die Identifizierung und Ichidealbildung zu übersehen, kann man die entscheidende Bedeutung der Triebveranlagung hervorheben. Aber auch das Höhere in uns hat einen phylogenetisch erworbenen Anteil: es gibt auch eine Veranlagung des moralischen Ichs.

Hitschmann

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.